SP-Lehrer vom Bildungsgipfl enttäuscht!

Wien (SK) Enttäuscht von den Ergebnissen des Bildungsgipfels zeigte sich der Bundesvorsitzende der SPÖ-Lehrer/innen, Reinhard Dumser, am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ: "Gehrer war nicht in der Lage, die tatsächlichen Probleme der österreichischen Schule zu erkennen." Für die SP-Lehrer/innen zeigte die Ministerin wieder einmal deutlich ihre Inkompetenz in Sachfragen und ihre Uneinsichtigkeit gegenüber den Reformvorschlägen aller Experten. So stelle sie etwa die Betreuung von Kindern am Nachmittag vor ein pädagogisches Ganztagsschulkonzept, wie es seit Jahren erfolgreich praktiziert wird. Ebenso setze sie ihre Hoffnungen in eine Fünf-Tage-Woche ohne eine Diskussion zur pädagogischen Umsetzung dieser zuzulassen. Dumser meinte: "Gehrer bleibt mit allen ihren Beiträgen an der Oberfläche einer bildungspolitischen Diskussion, echte Lösungsvorschläge für die Zukunft hat sie bisher nicht einmal im Ansatz angeboten!" ****

Den Jubel um die Aufgabe der parlamentarischen Zwei-Drittel-Mehrheit in Schulfragen würden die SP-Lehrer/innen nur schwer nachvollziehen können:

"Tatsache ist, dass damit der Öffentlichkeit deutlich gezeigt wurde, dass die politischen Parteien in Zukunft kein Interesse mehr daran haben, Schulentwicklung gemeinsam voranzutreiben. Solange jedoch in Fragen der Bildungspolitik nicht der Konsens im Vordergrund steht, bedeutet die zukünftige einfache Mehrheit Verunsicherung und Destabilisierung im Schulwesen." Dumser weiter: "Jetzt wird die Regierung zeigen müssen, was sie an Reformen tatsächlich bereit ist umzusetzen. Bei einem Machtwechsel wird die derzeitige Opposition gefordert sein, ihre Versprechen zur längst überfälligen Schulreform einzulösen."

Für die SP-Lehrer/innen bleiben nach dieser inhaltsleeren Debatte folgende Kernforderungen aufrecht:
* Verpflichtender Besuch eines neukonzipierten Kindergartens für alle Kinder ab dem 5. Lebensjahr.
* Flächendeckendes Angebot der Ganztagsschule für alle 6- bis 15-Jährigen.
* Einführung der Gesamtschule vom 6. bis zum 15. Lebensjahr
* Neukonzeption der Lehrpläne mit dem Ziel von mehr Lebensnähe.
* Ausbildung aller KindergärtnerInnen und aller LehrerInnen an Universitäten.

Abschließend stellte Dumser für die SP-Lehrer/innen fest, dass diese bereit sind, ohne Vorbehalte an der Reform der österreichischen Schule mitzuwirken: "Es darf in diesen Fragen keine Tabus aber auch keine Schuldzuweisungen geben. Ziel muss eine konstruktive Diskussion im Interesse der Jugend sein!" (Schluss) up/mm

Rückfragen: Reinhard Dumser 0664/143 40 73

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