AKS: SchülerInnen bleiben von Diskussion ausgesperrt

Wien (SK) "Die Chancengleichheit im österreichischen Schulsystem nimmt zunehmend ab und die SchülerInnen, die etwas ändern wollen, haben weiterhin nichts mitzureden." Nur so kann sich Kim Kadlec, Bundesvorsitzende der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen), erklären, warum von den beiden großen SchülerInnenorganisationen nur die Schülerunion, aber nicht die AKS zum Reformdialog eingeladen wurde. ****

"In der Schule und der Schulpolitik herrscht weiterhin das selbe Prinzip: SchülerInnen sollen stillsitzen und das tun, was man ihnen sagt", so Kadlec. Dieses Prinzip stamme - genauso wie das Schulsystem - "aus dem vorletzten Jahrhundert" und gehöre dringend geändert: "In den PISA-Siegerländern hat man es verstanden, bei uns nicht: es geht um die SchülerInnen. Um nichts anderes." Daher verwundere es auch nicht, dass beim Reformdialog nur eine Schülerin anwesend war und die AKS von Vornherein nicht eingeladen wurde: "Die SchülerInnen wissen, was in der Schule falsch läuft. Die Regierung will es nicht wissen", sagt Kadlec. In diesem Licht sieht Kadlec auch, dass die Schülerunion am Reformdialog im Gegensatz zur AKS eingeladen war: "Nur von wem die Regierung Unterstützung erwarten kann, mit dem redet sie."

"Bereits jetzt war das österreichische Schulsystem extrem selektiv. Gründe wie Herkunft, Einkommen und Erstsprache beeinflussen den Bildungsweg massiv." Und dies, obwohl jeder Mensch ein Recht auf umfassende Bildung habe: "Chancengleichheit herrscht in Österreich bei weitem nicht. Es scheint leider nicht so, als würde sich das in naher Zukunft ändern." Eine Gesamtschule wäre hier die einzige Alternative. (Schluss) se/mp

Rückfragehinweis: Kim Kadlec, 0699/11408142

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