Sburny: Unternehmerinnen-Studie belegt - Frauen massiv benachteiligt

Mangelnde Kinderbetreuung für 2/3 gravierendstes Problem

OTS (Wien) Als "erfreulich" bezeichnet die Wirtschaftsprecherin der Grünen, Michaela Sburny, die Tatsache, dass es endlich eine Studie zu ‚Unternehmerinnen in Österreich’ gebe, und weiter: "Weniger erfreulich ist jedoch, was einmal mehr aufgezeigt wird: Es existieren gravierende Mängel für Frauen im Wirtschaftsleben."

Zwei Drittel der Unternehmerinnen mit Kindern fühlen sich durch die Mehrfachbelastung Familie und Beruf beeinträchtigt. "Sowohl ArbeitnehmerInnen als auch UnternehmerInnen benötigen mehr Kinderbetreuungseinrichtungen. Ein flächendeckender Ausbau an Betreuungsplätzen ist die einzige Methode qualitativ hochwertige Kinderbetreuung sicherzustellen", so Sburny.

Die Studie verweist auch darauf, dass Frauen für die Selbständigkeit vielfach zu wenig Kapital ansparen könnten: "Grund dafür sind die schlechten Einkommensverhältnisse für unselbständig beschäftigte Frauen. Die Eigenkapitalbasis von Frauen ist somit schon vor dem Schritt in die Selbständigkeit zu gering", ergänzt Sburny.

Überdies gingen die Maßnahmen der so genannten Steuerreform nachweislich an Unternehmerinnen vorbei. "Weder die Senkung des Körperschaftssteuersatzes noch die steuerliche Begünstigung nicht entnommener Gewinne kommt den Unternehmerinnen zugute", so Sburny, und abschließend: "Entweder hat die Regierung nicht erkannt, dass 98 Prozent der Unternehmerinnen nicht von der Steuersatzsenkung betroffen sind oder die Regierung hat eine bewusste Attacke auf die Erwerbstätigkeit und Karrieren von Frauen gesetzt. Beides ist inakzeptabel."

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