ÖAMTC fordert: Feinstäube durch Maßnahmen nach Verursacherprinzip verringern

Förderungen für Partikelfilter helfen Feinstäube reduzieren

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Schadstoffe reduzieren, Luft- und Lebensqualität heben. Das ist auch dem ÖAMTC ein großes Anliegen. Aber nur verursachergerechte Maßnahmen machen Sinn", sagt ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang.

Nur rund zehn Prozent der Partikelemissionen in Österreich gehen auf das Konto des Pkw-Verkehrs, allerdings mehr als 60 Prozent auf das von Industrie und Hausbrand. Obwohl der Individualverkehr nur einen geringen Anteil zur Gesamtbelastung an Emissionen beiträgt, plädiert der ÖAMTC für kreative Lösungen. Beispielsweise ist in diesen Tagen eine optimale Logistik gefordert, die den Einsatz und die Beseitigung von Streumitteln regelt. Die Fahrzeuge, die vergangene Woche in Wien viel Staub aufgewirbelt haben, waren Kehrmaschinen der Stadt, die ohne Wasser (wegen Temperaturen unter null Grad) Streusplitt gekehrt haben.

Drastische Maßnahmen wie autofreie Tage sieht Lang als phantasielos und nicht zielführend an: Außer großen Belastungen für Pendler sind kaum positive Auswirkungen auf die Schadstoff-Belastungen zu erwarten. Eine weitaus bessere Maßnahme zur Reduktion von Emissionen ist für den ÖAMTC-Techniker die Nachrüstung von Lkw und Pkw mit entsprechenden Partikelfiltern. Hier könnten die öffentlichen Körperschaften wie Bund, Länder und Gemeinden sowie deren Unternehmen Vorreiter werden, in dem die eigenen Fahrzeuge (Lkw, Busse, Pkw) auf Partikelfilter umgerüstet und zusätzlich Förderungen für Nachrüstfilter ausgeschüttet werden. Die Steiermark geht mit gutem Beispiel voran: Die Nachrüstung von Pkw mit Partikelfiltern wird in der Höhe von 300 Euro gefördert. In Graz legt man sogar noch 100 Euro drauf und fördert die Nachrüstung mit insgesamt 400 Euro pro Pkw. Außerdem wird die Stadtbus-Flotte gerade mit Partikelfiltern nachgerüstet. Auch für Lkw wird in den Fördertopf gegriffen, weil Nachrüst-Partikelfilter für Lkw mit 700 Euro gefördert werden.

Zur Lösung der Gesamtproblematik rund um den Feinstaub fordert der Club, die Zusammensetzung der Feinstäube klar nach Verursachern getrennt zu messen und vor allem auch Verfrachtungseffekte zu berücksichtigen.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0001