Fuhrmann: Stärkung der Schulpartnerschaft!

Junge ÖVP präsentiert Forderungen zum Reformdialog Bildung

Wien (OTS) - "Das Abschneiden der österreichischen Schülerinnen und Schüler bei PISA 2003 hat gezeigt, dass noch weitere Maßnahmen gesetzt werden sollten, um unser Schulsystem zu verbessern", sagte heute, Sonntag, Abg.z.NR Silvia Fuhrmann, Bundesobfrau der Jungen ÖVP. Anlässlich des morgen stattfindenden Reformdialogs Bildung hat die Junge ÖVP ein Forderungspaket für den Bereich "Schule" erarbeitet. "Wir haben es zu unserer Aufgabe gemacht, konkrete Vorschläge für weitere Verbesserungen im Bildungswesen anzubieten", so Fuhrmann.

Schulpartnerschaft als Entscheidungsträger!

Der Zusammenarbeit zwischen Schülern, Lehrern und Eltern kommt eine besondere Rolle zu. Die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Schulen inkl. der finanziellen Selbstverwaltung sollte stärkere Bedeutung beigemessen werden. "Die Schulpartner sollen auch verstärkt als Entscheidungsträger in personeller und finanzieller Hinsicht werden und künftig über die Einstellung und Weiterbeschäftigung von Lehrer und Direktor entscheiden können", fordert Fuhrmann. Mehr Aufgaben und Entscheidungskompetenzen erfordern auch eine neue Form der Führung. "Die Aufgaben des Direktors sollte sich in zwei Bereiche teilen: wirtschaftlicher Leiter und pädagogischer Leiter", erklärt Fuhrmann.

Lernzielvereinbarung

"Lernziele und die Wege zur Erreichung dieser Ziele sollten zu Beginn jedes Schuljahres zwischen Lehrer und Schüler festgelegt werden", betont die Bundesobfrau der Jungen ÖVP. Jeder Lehrer sollte verpflichtet sein, zu Beginn des Schuljahres einen Jahresüberblick über die wichtigsten Themen zu geben. Durch die Vereinbarung der Lehrer mit den Schülern können gezielt Schwerpunkte gesetzt und Interessen erfragt werden.

Individueller Leistungsbericht

Beurteilung muss nachvollziehbar und verständlich sein. Fuhrmann regt an, dass Schüler, die vom Frühwarnsystem erfasst wurden, die Möglichkeit bekommen einen individuellen Leistungsbericht zu erstellen. Die Schüler würden sich dadurch erneut mit dem Unterrichtsstoff beschäftigen und die eigenen erbrachten Leistung reflektieren. "Der Leistungsbericht soll als Grundlage für ein verpflichtendes Gespräch zwischen Schülern, Lehrern und Eltern dienen", so Fuhrmann weiter.

Lehrerausbildung

Die Qualität der Lehrer prägt die Qualität der Schule und der Bildung. Zur Steigerung der Motivation fordert die Junge ÖVP höhere Einstiegsgehälter für Junglehrer und Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten. Die Junge ÖVP regt weiters an, dass die Lehrer zunächst eine pädagogische Grundausbildung erfahren und erst anschließend mit der Fachausbildung beginnen. "Daher sollen alle Lehrer- egal ob Pflichtschulen oder für höhere Schulen- eine gemeinsame pädagogische Grundausbildung bekommen", fordert Fuhrmann abschließend.

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Junge ÖVP, Bernadett Thaler
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