EM-Stadion: U-Ausschuss für Cap prinzipiell vorstellbar

Gegenstand des Untersuchungsausschusses müssen alle Verdachtsmomente in Causa EM-Stadion-Klagenfurt sein

Wien (SK) Der von den FPÖ-Politikern Haider und Scheuch heute geforderte parlamentarische Untersuchungsausschuss zu den Vorgängen rund um die Vergabe des Bauauftrags für ein neues Fußballstadion in Klagenfurt ist für den geschäftsführenden SPÖ-Klubobmann Josef Cap "prinzipiell vorstellbar". Es müssten freilich "alle Facetten dieser sich zu eine Koalitionskrise ausweitenden Causa" untersucht werden, sagte Cap am Freitag Abend gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die SPÖ will damit den Untersuchungsgegenstand weiter fassen als die FPÖ, die nur die von Haider behauptete angebliche "Willkür der ermittelnden Beamten des Innenministeriums" untersucht haben will. Für die SPÖ müsste sich ein U-Ausschuss mit allen angezeigten Delikten befassen. Der Leiter des Büros für interne Angelegenheiten (BIA) im Innenministerium hat heute gegenüber der APA erklärt, dass die BIA eine ganze Reihe von Delikten bei der Staatsanwaltschaft Wien angezeigt habe, nämlich Amtsmissbrauch, Bestechung, Verrat von Amtsgeheimnissen, Weitergabe von Informationen in Vergabeverfahren und illegale Parteienfinanzierung.

Cap hat heute in einer Pressekonferenz schon eine umfassende Aufklärung dieser Causa gefordert und zehn Fragenkomplexe öffentlich vorgestellt, wo es unter anderem auch um die Verantwortung des Bundeskanzlers als zuständiger Sportminister für den Stadionbau in Klagenfurt geht. (Schluss) wf

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