LR Stöger: Bettenabbau auch im Innviertel verhindert und Unfallchirurgien gesichert

Regionalkonferenz bestätigt Stöger-Gesundheitsplan

Linz (OTS) - Auch für das Innviertel konnte Spitals-Landesrätin Dr. Silvia Stöger bei der heutigen Regionalkonferenz zur Spitalsreform die drohenden massiven Einschnitte bei Spitalsbetten und bei der Unfallchirurgie-Versorgung verhindern. Die Pühringer-Spitalsreformkommission wollte bekanntlich 107 Betten streichen, die Unfallchirurgieabteilung in Schärding schließen und jene in Braunau wesentlich verkleinern. "Dieses Konzept war nicht bedarfsgerecht und wird daher auch nicht umgesetzt", berichtet Stöger. Bei der Regionalkonferenz einigte man sich vielmehr auf die von den drei Innviertler Krankenhäusern selbst entwickelten und mit dem Stöger-Gesundheitsplan abgestimmten Reformmaßnahmen.

Die heute vereinbarten Planungen sind in dieser Form schon in der von Landesrätin Dr. Stöger beauftragten "Studie zur integrativen Gesundheitsversorgung im Innviertel" des Österreichischen Bundesinstituts für Gesundheitswesen vor drei Jahren festgelegt worden. Seither erfolgt bereits Schritt für Schritt die Umsetzung. Diese ÖBIG-Expertise bildete auch die Grundlage für den Innviertel-Teil des Stöger-Gesundheitsplans. "Auf das nun verworfene neuerliche Spitalsreformkonzept der Pühringer-Kommission hätte man zumindest für das Innviertel verzichten können. Das wäre eine echte Sparmaßnahme gewesen", kritisiert Stöger.

Die wesentlichen heute bestätigten Punkte des Stöger-Spitalskonzepts für das Innviertel:

Beim Krankenhaus Braunau:
Erhaltung der Abteilung Unfallchirurgie,
Errichtung der Schwerpunktabteilung Psychiatrie (Erweiterung des derzeitigen Teilbetriebs auf 60 Betten, Tagesklinik und Ambulanz ab Dezember 2005),
Errichtung der Akutgeriatrie/Remobilisation bis Ende 2005, Erweiterung der Dialyse von 10 auf 15 Betten,
Schaffung einer Nachsorge-Einrichtung und
zudem ist das gesamte Leistungsspektrum auf Grund der grenzüberschreitenden Krankenhaus-Kooperation mit dem Krankenhaus Simbach auf die Grundversorgung für 120.000 Einwohner in der Inn-Salzach-Euregio abzustimmen, wobei es zu einer Stärkung des Krankenhauses Braunau kommen soll.

Beim Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried:
Erweiterung der Dialyseplätze,
Einrichtung der Akutgeriatrie/Remobilisation,
Im Bereich Innere Medizin Onkologischer Fachschwerpunkt in Kooperation mit Radio-Onkologie der Barmherzigen Schwestern Linz, Konzept "Patientennachsorge" und
mittelfristig Führung der Tagesklinik für Augenheilkunde als dislozierte Tagesklinik in Kooperation mit dem Krankenhaus Braunau.

Beim LKH Schärding:
Erhaltung der Gynäkologie/Geburtshilfe und der Kinderversorgung, Erhaltung der Unfallchirurgie-Abteilung und
Einrichtung der Akutgeriatrie/Remobilisation

Stöger fasst zusammen: "Es ist also weiterhin eine optimale unfallchirurgische und orthopädische Versorgung der gesamten Region sichergestellt. Dem Bedarf an Nachsorge-Einrichtungen wird durch entsprechende Umwandlung von Akut-Betten in medizinische Pflegebetten Rechnung getragen. Durch Akutgeriatrie-Einrichtungen in allen drei Spitälern wird die Altersmedizin verstärkt. Durch diese Maßnahmen sowie durch das Forcieren von medizinisch und ökonomisch sinnvollen Kooperationen und durch Umstrukturierungen hin zu mehr tagesklinischen Leistungen wird im Innviertel ein Einsparungspotenzial in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro möglich sein."

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