Kukacka: Debatte um Tempo 160 bringt bisher mehr offene Fragen als Antworten!

Komplexes Thema sachlich, offen und ohne zu polarisieren diskutieren

Wien, 11. Februar 2005 (OTS) - Mehr offene Fragen als Antworten
habe die bisherige Diskussion um den Tempo 160 km/h - Vorstoß von Vizekanzler Huber Gorbach ergeben, erklärte heute, Freitag, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka. Die ÖVP wird daher am 16. März eine Enquete zum Thema "Ist Tempo 160 km/h auf den österreichischen Autobahnen vertretbar?" abhalten. Teilnehmen werden daran Vertreter der Automobilwirtschaft, des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, der Autofahrerklubs, der Asfinag und Verkehrsexperten der EU-Kommission. Es gehe darum zu klären, ob überhaupt und unter welchen Bedingungen schneller als 130 km/h gefahren werden soll. Die ÖVP wolle mit dieser Veranstaltung einen Beitrag zur Versachlichung und Entemotionalisierung der Debatte leisten, betonte Kukacka. ****

Eine wichtige Voraussetzung für eine etwaige Freigabe von Tempo 160 seien in diesem Zusammenhang die von Vizekanzler Gorbach erwähnten Verkehrsbeeinflussungsanlagen. Diese von der ASFINAG geplanten Anlagen dienten allerdings primär dem Zweck der Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Verringerung von Stau - und Umweltkosten sowie der Verkehrslenkung. Deshalb seien diese Verkehrsbeeinflussungsanlagen bisher an Standorten vorgesehen, an denen eine besondere Verkehrsdichte zu erwarten sei, also zum Beispiel im Umkreis von Ballungsräumen wie Wien, Graz, Linz, Innsbruck und bei Autobahnkreuzen und nicht auf Autobahnfreilandstrecken, die sich für 160 km/h eignen würden, erinnerte Kukacka.

Höhere Geschwindigkeiten würden außerdem den Verkehrslärm erhöhen, was wiederum zur vermehrten Errichtung von Lärmschutzwänden führen könnte. Darüber hinaus müsse man auch über die Geschwindigkeitsunterschiede, die dann zwischen LKW (besonders in der Nacht) und PKW entstehen, ausführlich diskutieren. Dies könnte zu vermehrten Überholvorgängen und demnach einem erhöhten Unfallrisiko führen, aber auch den Verkehrsfluss stören. Es stelle sich damit abschließend die Frage, für welche Streckenabschnitte entlang der West - und Südautobahn dann noch die Voraussetzungen für eine etwaige Tempoerhöhung gegeben seien. "Grundsätzlich sollte über dieses komplexe Thema aber sachlich, offen und ohne zu polarisieren diskutiert werden", schloss Kukacka.

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