Grüne/Weinzinger: Keine Spur von Verringerung der Einkommensschere

Rauch-Kallat und Bartenstein sollen endlich Gegenmaßmaßnahmen einleiten

Wien (OTS) "Von einer Angleichung der Einkommensunterschiede der Geschlechter gibt es keine Spur. Im Gegenteil, die Situation ist besorgniserregend" so die Frauensprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger, in Reaktion auf Sozialministerin Haubner, die behauptet hatte, dass sich die Einkommensschere verringere. Das 'nicht arbeitszeitbereinigte' Einkommen der Frauen lag 1980 bei 65 Prozent und 2002 bei 67 Prozent des Männereinkommens. Das Bildungsniveau der Frauen ist in den letzten 30 Jahren extrem gestiegen. "Wer sich diese Zahlen ansieht, wird mit Erschrecken feststellen, dass Frauen im Verhältnis zu ihrer Qualifikation völlig unterbezahlt sind. Hier wird deutlich, dass sich die Einkommensschere in Wirklichkeit noch viel weiter geöffnet hat als befürchtet", so Weinzinger.

"Frauenministerin Rauch-Kallat und Arbeitsminister Bartenstein sind gefordert, endlich ein arbeitsmarktpolitisches Programm zu präsentieren, dass den gravierenden Einkommensunterschieden und der steigenden Frauenarbeitslosigkeit entgegenwirkt", fordert Weinzinger. Auch das Arbeitslosengeld und die Notstandhilfe seien von 2002 auf 2003 für die Frauen nur halb so stark gestiegen wie für die Männer. Ein Teil der Einkommensunterschiede sei auch auf die höhere Teilzeitquote der Frauen zurückzuführen. "Wenn es keine ausreichenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten gibt und die Vollzeitjobs immer weniger werden, dann bleibt den Frauen auch gar keine andere Wahl, als einen, meist noch schlecht bezahlten, Teilzeitjob anzunehmen", so Weinzinger.

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