SJ NÖ gedenkt mit einer Studienfahrt dem 12. Februar 1934

Wieland: Museum für den Faschisten Dollfuss gehört schleunigst zugesperrt!

St. Pölten (SPI) - 71 Jahre nach dem gewaltsamen Ende der Demokratie in der Ersten Republik gedenkt die Sozialistische Jugend NÖ (SJ NÖ) mit einer Studienfahrt nach Bruck an der Mur der tragischen Ereignisse des 12. Februar 1934. Wie in den meisten Industrieregionen Österreichs kam es auch in Bruck/Mur zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Der dortige Schutzbundführer Nationalrat Koloman Wallisch wurde trotz seiner parlamentarischen Immunität gejagt, gefangen und schließlich nach dem Standrecht auf persönliches Betreiben vom Bundeskanzler Engelbert Dollfuss gehängt.****

"Der Aufstand der österreichischen Sozialdemokratie gegen die 'austrofaschistische Diktatur' war - entgegen der wiederholten verzerrten Darstellung durch bürgerliche HistorikerInnen - ein Kampf für die Demokratie und die sozialen Errungenschaften der Ersten Republik. Es ist die Erbsünde der österreichischen Konservativen, dass sie in den 1930iger-Jahren die Demokratie durch einen 'austrofaschistischen Ständestaat' ersetzt haben", erinnert Bernhard Wieland, Vorsitzender der SJ NÖ.

"Das Geschichtsbild der österreichischen Konservativen ist in diesem Zusammenhang nach wie vor sehr bedenklich. Noch immer hängt ein Portrait des 'austrofaschistischen Diktators' Dollfuß im Parlamentsklub der ÖVP. In NÖ wird Engelbert Dollfuss gar mit einem eigenen Museum in seinem Geburtshaus in Texing (Bezirk Melk) gewürdigt. Angesichts der zweifelhaften Rolle von Engelbert Dollfuss kommt dieses Museum einer Verhöhnung der Opfer des 12. Februar 1934 gleich.

Dieses Museum für den Faschisten Engelbert Dollfuss gehört daher schleunigst zugesperrt", fordert der SJ NÖ Landesvorsitzende abschließend.(Schluss)

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