PRÖLL: Tempo 160 ist mit Klimaschutz nicht vereinbar

Klimastrategie der Bundesregierung verlangt sinkende CO2-Belastungen aus dem Verkehr

Wien (OTS) - Der Vorschlag zur Erhöhung des Tempolimits auf Autobahnen auf 160 km/h ist nicht vereinbar mit der Klimastrategie, die die österreichische Bundesregierung zur Erreichung des Kyotoziels beschlossen hat. Überdies bedeutet eine erhöhte Geschwindigkeit eine Mehrbelastung der Anrainer durch Luftschadstoffe wie insbesondere Feinstaub und Ozonvorläufersubstanzen. Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der vorliegenden Fakten die aktuelle Diskussion in Kürze beendet sein wird. Dies erklärte Umweltminister Josef Pröll zur Diskussion um die Erhöhung des Tempolimits auf Autobahnen.****

Der Verkehrssektor ist einer der größten Problembereiche bei der Erreichung der Klimaschutzziele. Rund ein Drittel der CO2-Emissionen und mehr als die Hälfte der Stickoxidemissionen stammen aus dem Verkehr und nehmen tendenziell weiter zu. Tempo 160 würde die Belastungen weiter ansteigen lassen und uns noch weiter vom Kyotoziel entfernen.

Fahrgeschwindigkeit, Beschleunigungsvorgänge und das Fahrverhalten spielen eine wesentliche Rolle für die Höhe der Emissionen. Deshalb entsteht derzeit eine Plattform mit dem Ziel, die ÖsterreicherInnen zum spritsparenden Fahren zu motivieren. Es geht um eine möglichst treibstoffsparende und emissionsarme Fahrweise. Das bedeutet langsamer und gleichmäßiger fahren.

Abschätzungen der TU Graz zeigen, dass bei Tempo 160 im Vergleich zu Tempo 130 der Verbrauch und damit die CO2-Emissionen um bis zu 23 Prozent zunehmen. Bei NOX wird eine Zunahme der Emissionen bis zu 60 Prozent prognostiziert. Die Partikelemissionen würden in ähnlichem Umfang zunehmen und damit alle Bemühungen um eine Reduktion etwa von Feinstaub zunichte machen, erläuterte Pröll abschließend.

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