Fuhrmann: Jugendlichen die Chance zur Mitbestimmung geben

Bundeskonferenz der Jungen ÖVP im Zeichen der Partizipation

Wien, 11. Februar 2005 (ÖVP-PK) "Jugendliche sind weder nicht an der Zukunft interessiert, noch sind sie politikverdrossen. Sie wissen sehr wohl, dass Politik viel bewegen kann. Man muss ihnen einfach die Chance geben, mitzubestimmen und etwas zu verändern. Die neue Form der Mitbestimmung muss themen- und projektbezogen,
und der Nutzen für den einzelnen Jugendlichen muss ersichtlich sein", sagte die Obfrau der Jungen ÖVP, Abg.z.NR Silvia Fuhrmann, heute, Freitag in einer Pressekonferenz zum Thema "Partizipation -Jugend am Wort". Es sei wünschenswert, dass in absehbarer Zeit auf allen Ebenen der Politik - vom Gemeinderat über den Nationalrat bis hin zum Europaparlament - Jugendlichen die Chance gegeben werde, Verantwortung zu übernehmen und ihnen die dafür notwendigen Mandate von allen Parteien übertragen würden, so Fuhrmann. ****

Die Junge ÖVP werde sich im Rahmen der am 12. Februar im steirischen Gleisdorf stattfindenden Bundeskonferenz 2005 vor allem mit den verschiedenen Möglichkeiten der Mitbestimmung und Anteilnahme junger Menschen an ihrem individuellen Lebensumfeld beschäftigen. Dabei würden unter anderem auch Ländervergleiche angestellt und die Ergebnisse des Österreich-Konvents besprochen werden, so Fuhrmann. "Wir werden auch weiterhin für die Verankerung der Kinderrechte und die Harmonisierung des Jugendschutzgesetzes eintreten. Diese Themen müssen noch einmal diskutiert werden."

Die Delegierten der Jungen ÖVP würden sich im Rahmen der Bundeskonferenz in drei Arbeitsgruppen mit dem Thema Partizipation auseinander setzen. Als Impulsgeber werden für den Arbeitskreis "Politikinteresse und Wert der Demokratie" die Motivforscherin Dr. Sophie Karmasin, für den Arbeitskreis "Wahlrecht und demographische Entwicklung" die Verfassungssprecherin der ÖVP, Abg.z.NR Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer, und schließlich für die Arbeitsgruppe "Neue Formen direkter Mitbestimmung" DDr. Helmut Retzl vom Institut für Gemeindeforschung zur Verfügung stehen. Als Ehrengäste werden Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic, ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka und der steirische Klubobmann Christopher Drexler erwartet.

Auch das Thema Werte würde im Rahmen der Bundeskonferenz behandelt werden. "Für eine politische Jugendorganisation wird es in Zukunft von großer Bedeutung sein, herauszustreichen, was der Nutzen und der Sinn eines persönlichen Engagements in diesem Bereich ist. Dieser Frage wollen wir auf den Grund gehen", so Fuhrmann. Die Jugendinitiative der ÖVP gemeinsam mit der Jungen ÖVP, zukunft.at, sei ein Paradebeispiel dafür, wie politische Partizipation Jugendlicher aussehen sollte, da dort jeder Einzelne die Möglichkeit vorfinde, seine Wünsche und Anregungen direkt mit den politischen Verantwortungsträgern zu besprechen und themen- und projektorientiert mitzuarbeiten.

Zudem würden auf der Bundeskonferenz verschiedene Formen des Wahlrechtes diskutiert werden, mit dem Ziel, die Wahlbeteiligung zu heben. Generell unterstütze die Junge ÖVP jene Tendenzen, die zu einer Vereinfachung der Stimmabgabe auf allen Ebenen führen sollen. Dabei stünden insbesondere die Themen Briefwahl und Internet-voting (Stimmgabe per Mausklick unabhängig vom Wahllokal) im Vordergrund. In Bezug auf das Wahlalter trete die Junge ÖVP für eine schrittweise Herabsetzung desselben ein, so Fuhrmann abschließend.

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