ÖAMTC: Telematische Wechselverkehrszeichen für Regelung von Tempolimits nützen

Anhebung der Tempolimits nur unter bestimmten Voraussetzungen

Wien (ÖAMTC-Presse) - Beim ÖAMTC kann man sich prinzipiell eine Erhöhung der Tempolimits auf Autobahnen vorstellen. "Gewisse Voraussetzungen müssen aber im Sinne der Verkehrssicherheit erfüllt sein", betont der Verkehrstechniker des Clubs Roman Michalek. Es müssen erstens mindestens drei Fahrstreifen je Fahrtrichtung vorhanden sein, zweitens kommen nur generalsanierte und vollausgebaute Fahrbahnen in Frage, drittens dürfen es nur Streckenabschnitte mit geringem Unfallrisiko sein und viertens kann nur dort ein höheres Tempolimit gestattet werden, wo Verkehrsbeeinflussungsanlagen mit Wettersensoren vorhanden sind.

Werden diese prinzipiellen Voraussetzungen erfüllt, sind noch die Verkehrsbelastung und der Anteil des Schwerverkehrs sowie trockene Fahrbahn und gute Sichtbedingungen entscheidend. Für Roman Michalek, den Verkehrstechniker des Clubs, erfüllen derzeit lediglich einzelne Abschnitte entlang der Westautobahn sowie der Südautobahn alle Voraussetzungen für eine zeitlich begrenzte Tempoanhebung.

Die Straßenverkehrsordnung erlaubt, dass höhere als die allgemeinen Tempolimits verordnet werden dürfen, wenn aus Gründen der Verkehrssicherheit dagegen keine Bedenken bestehen (§ 43 Abs 4 StVO). Die derzeit geltenden Tempolimits von 50 km/h im Ortsgebiet und 100 km/h auf Freilandstraßen werden schon jetzt an geeigneten Stellen durch Verordnung z.B. auf 60 oder 70 bzw. 120 km/h angehoben. Die 130 km/h auf Autobahnen sind daher auch nicht grundsätzlich tabu. Der Vorteil einer flexiblen Temporegelung besteht für den ÖAMTC auch darin, dass bei ungünstigen Verkehrs- und Witterungsverhältnissen die Tempolimits auch gesenkt werden können.

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ÖAMTC-Presse/Sabine Fichtinger

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