Stenzel: Nordkoreas Haltung besorgniserregend

Offenlegung des Atomprogrammes unerlässlich - ansonsten EU- Hilfe auf Sparflamme

Wien, 11. Februar 2005 (ÖVP-PD) Als besorgniserregend und bedrohlich bezeichnete heute, Freitag, die Vorsitzende des parlamentarischen Korea-Ausschusses, ÖVP-Delegationsleiterin MEP Ursula Stenzel, die jüngsten Entwicklungen in Nordkorea. Mit der Feststellung, ihr nukleares Aufrüstungsprogramm zu forcieren, hatte Nordkorea die ganze Welt geschockt - zu einer Zeit, in der alle die Hoffnung in die Wiederaufnahme der Abrüstungsgespräche gesetzt hatten. ****

Wie Ausschussvorsitzende Stenzel nachdrücklich betonte, ist niemand an einer Destabilisierung dieser Region interessiert. Deshalb dürfe die provokante Haltung Nordkoreas jetzt auch nicht dazu führen, die Zielsetzung konstruktiver 6er-Gespräche (zwischen Nordkorea, Südkorea, Russland, Japan, China und den USA) aus dem Auge zu verlieren. Auch wenn im Moment alles darauf hindeutet, dass Nordkorea offensichtlich bezweckt, nur noch bilateral mit den USA
zu verhandeln, um die USA zu zwingen, dieses Regime eben durch solche Verhandlungen anzuerkennen.

Zwtl. Zahlreiche Konsultationen - auch seitens der EU

Zurzeit würden jedenfalls zahlreiche Konsultationen - auch seitens der EU mit Verantwortungsträgern aus Korea geführt. MEP Ursula Stenzel stellte diesbezüglich fest, dass es unterschiedliche Signale von Nordkorea gebe, wie sie die Isolation durchbrechen wollen - vor allem auch in Richtung EU. Dazu sei aber zweifellos unerlässlich, dass Nordkorea u.a. Kontrollen zulasse und sein Atomprogramm offenlege.

Zwtl. Kohärente Strategie

Bei allen Bemühungen der EU, durch geeignete - auch wirtschaftliche - Kooperationen positiv auf die Situation einzuwirken, muss laut Ausschussvorsitzender Stenzel im Zentrum aller Anstrengungen das Bestreben sein, eine kohärente Strategie mit den USA zu haben. Das empfinde sie, Stenzel, als außerordentlich wichtig. Ebenso, dass alles unternommen wird, dass ein atomares Wettrüsten vermieden und wieder Problemlösungskompetenz am Verhandlungstisch bewiesen wird.

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MEP Ursula Stenzel, Tel.: 0032-2-284-5766
(ustenzel@europarl.eu.int) oder Angelika Mayrhofer-Battlogg,
Tel.0676/326 378 3(angelika.mayrhofer-battlogg@parlinkom.gv.at)

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