"Neues Volksblatt" Kommentar: "Hai-Hai!" (Von Christian Buchar)

Ausgabe vom 11. Februar 2005

Linz (OTS) - =

Die Distanz zwischen Ried im Innkreis und Althofen in
Kärnten mag geografisch gering sein. Im übertragenen Sinn liegen zwischen den beiden Polen Welten: Da der politische Aschermittwoch der FP-Chefin, Ursula Haubner, die ihre Parteifreunde mahnt, die Freiheitlichen nicht zur "Faschingspartei" verkommen zu lassen. Dort ihr Bruder, LH Jörg Haider, der seinen Aschermittwoch-Auftritt einmal mehr zur Pointenschleuderei auf Minimalniveau nivelliert. Hai-Hai statt Lei-Lei, mit Pausenclown "Jörg" als Hauptattraktion. Der verspätete Fasching der Freiheitlichen geriet einmal mehr zum Spiegelbild ihres politischen Grunddilemmas: Da die FP-Regierungskräfte, vertreten durch Ursula Haubner, mit der an die Parteifreunde gerichteten Botschaft, an einem Strang zu ziehen, unterschiedliche Meinungen intern auszutragen und als einzelner Politiker nicht einfach zu tun, was einem gerade beliebt. Dort das "einfache Parteimitglied", das von Rachegelüsten bis zur penetranten Selbstinszenierung den Weg der Parteichefin konterkariert.
Zur "Faschingspartei" kann man nicht durch andere gemacht werden -nur durch sich selbst.

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