Prettner: Armut ist weiblich, allein erziehend oder alt

Kärntner SP-Sozialsprecherin kritisiert Bundesregierung scharf

Klagenfurt (SP-KTN) - Der Sozialbericht des Ministeriums stellt
dem Sozialstaat ein katastrophales Armutszeugnis aus. Sowie in der Bildungspolitik wird auch im Bereich der Sozialpolitik von Seiten der schwarz blauen Bundesregierung massiv abgewirtschaftet. "Die Armutsgefährdung hat erstmalig die Millionengrenze überschritten, die akute Armut hat sich annähernd verdoppelt (dzt.460 000), die Zahl der Notstandshilfebezieher steigt und steigt (95 000), 230 000 Pensionisten sind auf Ausgleichszulagen angewiesen, da müssten bei der Bundesregierung längst die Alarmglocken läuten", kritisiert die Sozialsprecherin der Sozialdemokraten im Kärntner Landtag, LAbg. Beate Prettner.

Staatliche Einnahmen werden hauptsächlich auf Kosten des "kleinen Mannes" respektive der "armen Frau" lukriert. Im Gegenzug dafür werden Steuererleichterungen für Großindustrielle von ÖVP und FPÖ beschlossen, TV Geräte mit Flachbildschirm, Flüge in ferne Länder und Designerwaren werden billiger und die Sektsteuer fällt. "Wer sein Geld für Wohnen, Heizen, Nahrungsmittel oder gar für Gesundheitsleistungen ausgeben muss hat Pech gehabt und lebt teuer in einem so reichen Land wie Österreich", bemängelt Prettner.

Der Ruf nach sozialer Ausgewogenheit wird immer lauter und unüberhörbar. "Nur Schade, dass derzeit jene an der Macht sind, die am sozialem Ohr taub sind und Armut nur aus Berichten kennen bzw. bei Exerzitien als Abwechslung zum überladenen Alltag praktizieren", so Prettner. Die SPÖ fordert eine armutsfreie Zukunft mit Anspruch auf angemessene Grundsicherung für ein würdevolles Leben in einem wohlhabenden Land.

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