Grasser: "Unterstütze die konsequente Reformpolitik der Balkanländer"

EBRD Tagung in Tirana: Finanzminister Grasser diskutiert Schwerpunkte der Privatisierungspolitik der Balkanländer

Tirana (OTS) - Beim Treffen der EBRD (Southeast Europe Regional Energy Seminar) in Albanien/Tirana diskutierte Finanzminister Karl-Heinz Grasser in seiner Rolle als Vorsitzender des Gouverneursrates der EBRD die Schwerpunkte der Privatisierungspolitik der Balkanländer.

"Ich begrüße die Fortschritte der Balkanländer bei der Modernisierung ihrer Wirtschaft und dem Aufbau marktwirtschaftlicher Strukturen", meinte Karl-Heinz Grasser bei einem Treffen der EBRD in Tirana. Dabei sagte Finanzminister Karl-Heinz Grasser weitere Hilfe und Unterstützung Österreichs beim weiteren Aufbau einer funktionierenden Marktwirtschaft in den Balkanländern zu. "Südosteuropa ist einer unserer Schwerpunkte im Rahmen der Internationalisierungsoffensive der Bundesregierung, wir sind sehr daran interessiert konkrete Projekte zu unterstützen", so Grasser.

Dabei kam es unter anderem zu einem Treffen zwischen Albaniens Finanzminister Arben Malaj und Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Neben einem allgemeinen Meinungsaustausch, wurde das geplante Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Albanien und Österreich, das bis Ende nächsten Jahres umgesetzt werden sollte, besprochen.

Albanien machte in den letzten Jahren zahlreiche Fortschritte und verfolgt eine konsequente Reformpolitik im Lichte möglichst baldiger Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union. So wuchs die Wirtschaft des Balkanlandes zwischen 2001 und 2005 um durchschnittlich rund 5 %. Die Auslandsinvestitionen betrugen im Jahr 2003 178 Mio. Euro. Die wichtigsten Wirtschaftspartner sind Italien, Griechenland und Deutschland.

Österreichische Engagements in Albanien bestehen insbesondere im Bereich der Energiewirtschaft, im Kraftwerkssektor, sowie in der Tourismusentwicklung. Für Karl-Heinz Grasser besteht im Handel zwischen Österreich und Albanien noch hohes Potenzial. "Ich hoffe auf einen weiteren Anstieg des Handels zwischen unseren beiden Ländern". So stiegen Österreichs Exporte im Jahr 2003 um 6,6 Prozent auf rund 1,6 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2004 betrugen sie 9,1 Mio. Euro, was einem Anstieg von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Österreich fungiert zunehmend als wirtschaftliche Drehscheibe Richtung Südosteuropa. So ist Österreich in Kroatien mit einem Anteil von 22,9 % an den Gesamtinvestionen der größte Investor. In Bulgarien ist Österreich der viertgrößte Investor, in Rumänien rangiert Österreich auf Platz 6.

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