Niederwieser zu Studienschwund an der Universität Innsbruck

"Von der "Weltklasse-Uni" in die Regionalliga"

Wien (SK) SPÖ-Nationalrat Erwin Niederwieser ist entsetzt von den Plänen der Innsbrucker Universität alle Studienrichtungen zu streichen, die jährlich nicht mehr als 20 AbsolventInnen hervorbringen. "Mit derartigen Holzhammermethoden macht man eine jahrhundertelang gewachsene Universität ohne viel Verstand kaputt und die Universität Innsbruck büßt einen Großteil ihrer Attraktivität für StudentInnen ein. Sollen die Tiroler in Zukunft wirklich nach Wien fahren, um Italienisch studieren zu können? Grundsätzlich muss man auch bezweifeln, dass etwa die Romanistik in Innsbruck keine 20 Absolventinnen im Jahr hervorbringt - da scheinen wohl nur die HauptfachabsolventInnen zur Zählung herangezogen worden zu sein", wundert sich der SPÖ-Bildungssprecher. ****

Für Niederwieser scheinen - ähnlich wie schon bei der Neuorganisation der Fakultäten der Universität Innsbruck - die Prinzipien der "Veränderung um jeden Preis" und des Zufalls über alle Grundsätze der Wissenschaftssystematik zu siegen. "Ich erinnere mich gut, welchen Aufschrei es gab, als vor einigen Jahren das Studium der Numismatik abgeschafft wurde. Nun werden dank der blau-schwarzen Universitätspolitik mit den von außen aufgesetzten Universitätsräten Sprachstudien ohne mit der Wimper zu zucken gestrichen, während man sich in Sonntagsreden über deren Wichtigkeit für Schlüsselqualifizierungen ergeht", kritisiert Niederwieser.

Sollten die Änderungen bei den Studienrichtungen tatsächlich entlang dieses kurzsichtigen 20-AbsolventInnen-Kriteriums durchgezogen werden, würde die Qualität der Gesamtuniversität bald beträchtlich leiden: "Der FC Tirol hat vor einigen Jahren bereits drastisch vorgemacht, wie schnell man von einer vermeintlichen Weltklasse zu einem Regionalliga-Mitspieler verkommt", so Niederwieser abschließend. (Schluss) ps/mm

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