Niederwieser: Gehrers Schulvorschlag würde Eltern mindestens 320 Euro im Monat kosten!

Wien (SK) Als "verspäteten Faschingsscherz" bezeichnete SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser den Vorschlag des Bildungsministeriums, für die Nachmittagsbetreuung der Kinder in den Schulen einen Elternbeitrag von 80 Euro in der Woche -beziehungsweise bei den Pflichtschulen noch mehr - einzuheben. "Die Schule würde die Eltern 320 Euro im Monat und mehr kosten und käme damit teurer als eine Privatschule", so Niederwieser Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Das kann es wohl nicht sein!", so Niederwieser. Die übrigen Vorschläge des Ministeriums betreffend etwa Vorschule, Lesetests und Förderunterricht müsse man sich im Detail ansehen. Die SPÖ habe einen entsprechenden Forderungskatalog vorgelegt, darunter die Forderungen nach Ganztagsschule, Abschaffung der Zwei-Drittel-Mehrheit und Vorschule. "Wir bestehen darauf, dass man sich in der Bildungspolitik ehrgeizige und konkrete Ziele setzt." ****

Eines dieser Ziele müsse sein, die Schüler-Risikogruppen bis zum Jahr 2012 von bisher 20 auf zehn Prozent zu senken. Weiters müsse die bisher von den Eltern finanzierte Nachhilfe in einem ersten Schritt auf die Hälfte, danach auf Null gesenkt werden. "Die Eltern müssen finanziell entlastet werden." Schließlich gehe es darum, bei der nächsten PISA-Studie vorne zu liegen.

Der SPÖ-Bildungssprecher betonte außerdem, dass es auch in der Finanzierung der Vorschläge Klarheit geben müsse. Länder, Städte und Gemeinden würden wohl nicht bereit sein, ihren Beitrag zu leisten, bevor nicht der Bund eine Finanzierungszusage gibt. "Was man jetzt weiß, ist noch viel zu unverbindlich", so Niederwieser abschließend. (Schluss) cs

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