Lebenskraft für Innenstädte

Konferenz "Vital Cities" im Wiener Rathaus

Wien (OTS) - Die Stärkung der Innenstädte, eine nachhaltige Siedlungsentwicklung und die Förderung polyzentrischer Systeme in Zentraleuropa sind die Ziele der Konferenz "Vital Cities", die heute, 10. Februar, im Wiener Rathaus unter Beteiligung von rund 400 Teilnehmern - Stadtplaner, Einzelhändler und Immobilienentwickler -aus Österreich Deutschland, Ungarn, Polen und Tschechien stattfindet. In einem Pressegespräch nahmen gemeinsam mit Planungsstadtrat Rudolf Schicker und der Wiener Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank auch ausländische Experten, darunter Thilo Braune, Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr-, Bau- und Wohnungswesen in Deutschland zu den Zielen des Kongresses und den entsprechenden Verwirklichungsmöglichkeiten Stellung. Das Ziel vitaler Städte erfordere den internationalen Austausch und die Zusammenarbeit. Die Innenstädte müssten Chancengleichheit gegenüber der Grünen Wiese erhalten.****

Planungsstadtrat DI Rudolf Schicker verwies auf die Maßnahmen, die Wien in diesem Zusammenhang setzt. Die Wiener Stadtentwicklung sehe 13 Zielgebiete, darunter die neuen bzw. erneuerten Bahnhofsareale, Aspern im Norden der Stadt, aber eben auch den Innenstadtbereich als Kerne urbaner Entwicklung vor. Es gelte, alte Strukturen lebendig zu erhalten und im Stadtgebiet neue Gebiete zu entwickeln, um in der Konkurrenz zum Umland attraktiv zu bleiben und noch attraktiver zu werden. Als Notwendigkeiten für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Innenstadtbereiche sprach Schicker einen guten öffentlichen Verkehr, fußgängerfreundlich gestaltete Straßenbereiche und entsprechende Widmungsmöglichkeiten auch im innerstädtischen Gebiet an.

Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank verwies auf die seit rund zehn Jahre laufende Aktion für die Wiener Einkaufsstraßen. In diesem Zeitraum seien 37 Millionen Euro, darunter zwölf von der Stadt, investiert worden, der Erfolg sei am Ausgleich des Kaufkraftabflusses abzulesen.

Staatssekretär Thilo Braune verwies auf das gemeinsame Ziel vitaler Städte in Europa. Zur Stärkung der Städte sei die Innenstadtsituation in allen relevanten Kriterien zu verbessern, das polyzentrische System der Metropolenregionen weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand, privaten Investoren und Bürgern zu stärken.

Weitere Redner stellten die Notwendigkeit der Rechtssicherheit bei den PPP-Modellen, den Nutzen des Know-How-Austausches sowie die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Stadtplanung gegen den Wildwuchs in das Zentrum ihrer Überlegungen. (Schluss) gab/vo

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