Schweitzer/Rossmann: "Qualität des Unterrichts auf allen Ebenen verbessern!"

Wien (OTS) - - Nach dem Motto "was kümmert mich mein Geschwätz von gestern" lassen heute Bildungspolitiker von SPÖ, Grünen und auch von der ÖVP Dinge verlauten, die massiv im Gegensatz zu dem stehen, was sie noch vor wenigen Jahren gesagt haben, meinte Staatssekretär Karl Schweitzer bei der heutigen Pressekonferenz zum Thema "Eckpunkte freiheitlicher Bildungspolitik", die er gemeinsam mit der freiheitlichen Bildungssprecherin Mares Rossmann in Wien abhielt. *****

Wichtig sei, so Schweitzer, eine verpflichtende sprachliche Frühförderung. Die Schuleinschreibung sollte bereits ein Jahr vor Schuleintritt im Rahmen einer Sprachkompetenzfeststellung erfolgen. Auch Kinder nichtdeutscher Muttersprache müssen der deutschen Sprache so weit mächtig sein, um dem Unterricht problemlos folgen und Inhalte verstehen zu können.

Weiters verlange Schweitzer die Fixierung eines Jahresarbeitszeitmodells für alle Schulen mit einer tatsächlichen Jahresabrechnung. Für die Umsetzung solle ein Schulmanager verantwortlich zeichnen. Dieser habe über die nötige Wirtschaftskompetenz zu verfügen und sei neben dem pädagogischen Leiter für ein bestmögliches Schulprofil zuständig.

Der nächste Eckpunkt freiheitlicher Reformansätze bilde das Berufsfindungsjahr, welches als erstes theoretisches Berufsschuljahr gelten solle. Insgesamt solle die Lehre damit attraktiver gestaltet und aufgewertet werden und auch einen Anreiz für Betriebe darstellen, so der Staatssekretär.

Vor Bekanntwerden der PISA-Ergebnisse war von Seiten der SPÖ kein Reformwille erkennbar. Nun haben allerdings alle Parteien erkannt, dass akuter Handlungsbedarf bestehe und Reformen ohne jegliche ideologische Scheuklappen umzusetzen sind, so Abgeordnete Rossmann. Um in der modernen Arbeitswelt zu bestehen, sei es notwendig dem Leistungsbegriff wieder einen besonderen Stellenwert zukommen zu lassen, betonte die FPÖ-Bildungssprecherin. Im Zuge dessen sei auch bei der Lehrerausbildung anzusetzen, welche in Zukunft für alle an den neuen Pädagogischen Hochschulen erfolgen solle. Dies sein ein wichtiger Schritt, um Qualität auf allen Ebenen zu garantieren.

Die freiwillige Nachmittagsbetreuung sei ein weiteres zentrales freiheitliches Anliegen, welches mit Stunden aus dem Topf C im Zuge des bereits angesprochenen Jahresarbeitszeitmodells sogar relativ kostenneutral realisiert werden könnte. Dies wolle man flächendeckend und abgestimmt auf die Situation der Eltern umsetzen.

Abschließend forderte Schweitzer - in Anschluss an den für Montag terminisierten Reformdialog - eine Bildungsklausur der Bundesregierung mit dem Ziel, konkrete Umsetzungsschritte zu fixieren.

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