Prammer zu "Social Responsible Manager"-Preis: Soll auch zeigen, welche Möglichkeiten es gibt

Wien (SK) "Es ist hervorragend, wenn durch diesen Preis
Anreize für die Unternehmen gesetzt werden. Ich erwarte mir fast, dass so ein Preis auch einen Wettbewerbsvorteil für ein ausgezeichnetes Unternehmen bedeutet", so die Zweite Nationalratspräsidentin Barbara Prammer am Donnerstag in einer Pressekonferenz zur erstmaligen Verleihung des "Social Responsible Manager of the Year 2004". An der Pressekonferenz nahmen noch Gerhard Hrebicek, Initiator und Präsident der i.convienna, Karl Proyer, Geschäftsbereichsleiter der Interessenvertretung GPA und Martin Neureiter, Corporate Social Responsibility - Experte, teil. Der Preis wird am 17. Februar im Rahmen der i.convienna 2005 - des internationalen Fachkongresses der Informations- und Consultingwirtschaft - in der Säulenhalle des Parlaments vergeben. ****

Ziel des Preises, so Hrebicek, sei es, UnternehmerInnen und ManagerInnen auszuzeichnen, die sich besonders um die Implementierung von sozialer Verantwortung verdient gemacht haben. "Wesentlich für uns ist, dass es sich nicht um einzelne Projekte aus den Bereichen Ökologie, Ökonomie oder Soziales handelt, sondern um die Integration all dieser Bereiche in das unternehmerische Handeln", sagte Hrebicek.

Proyer hob besonders hervor, dass die direkt Betroffenen, die Bediensteten der Unternehmen, als Vorschlagende für den Preis, besonders eingebunden seien. Für die Gewerkschaften seien besonders Vereinbarungen im Forschungsbereich, in Aus- und Weiterbildung, in Zusammenarbeit von älteren und jüngeren Bediensteten, sowie geschlechtsneutrale Teilzeitregelungen von Interesse. Auch Neureiter unterstrich die Besonderheit, dass der Preis von den unmittelbar betroffenen Arbeitnehmern vorgeschlagen werde.

Prammer hielt fest, dass dieser Preis auch ein Signal sein sollte, dass solche Formen der Zusammenarbeit von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite auch Eingang in die politischen Aktivitäten finden müsse. "Wir diskutieren ständig über Flexibilisierung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern und über die Globalisierung in einer sehr furchterregenden Ausprägung. Wir sollten das Thema aufgreifen und andere Schlüsse daraus ziehen", so Prammer. Die soziale Verantwortung könne und dürfe nicht aufgegeben werden, denn eine Marktwirtschaft funktioniere nur dann, wenn es allen Beteiligten gut gehe, führte Prammer aus. Für sie seien vor allem die Bereiche Fort-und Weiterbildung, Gesundheit und die Perspektiven für weibliche Arbeitnehmer wichtige Aspekte der Corporate Social Responsibility. Für die Zukunft sei es auch sehr gut, dass der Preis nicht nur an Großunternehmen vergeben werde, sondern sich auch nach den einzelnen Möglichkeiten der verschiedenen Unternehmen richte. "Ich bin überzeugt, dass solche Dinge sehr stark vom Wollen und vom Bewusstsein abhängen und nicht unbedingt von der Größe des Unternehmens", so Prammer. Der Preis solle auch zeigen, was möglich sei. (Schluss) js

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0009