Telearbeit: Pionierprojekt burgenländischer Unternehmensberater zeigt, wie's funktioniert

"Telearbeit ist auch in kleinen und mittleren Unternehmen erfolgreich umsetzbar" - Begleitende Buchneuerscheinung wendet sich an KMU, die Teleworking einzuführen planen

Wien (PWK099) - "Telearbeit ist auch in kleinen und mittleren Unternehmen erfolgreich umsetzbar und kann zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf führen" - so fasst Johann Stezgal das Ergebnis des Projekts Dezentrales Arbeiten im Rahmen des EQUAL-Projektes "Frauen und IKT im Burgenland" zusammen. Steszgal, Obmann der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Burgenland, Bildungssprecher des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie der Wirtschaftskammer Österreich und Autor des flankierend zur Studie erschienenen Buches "Telearbeit in kleinen und mittleren Unternehmen", weiter: "KMU wünschen sich aber Information und Beratung bei der Einführung von Telearbeit." Deshalb wurde unter Mitarbeit von 10 Unternehmensberaterinnen und -beratern ein kompaktes und KMU-orientiertes Beratungsmodell erstellt. Dieses wurde in 20 Betrieben eingesetzt und erprobt und erwies sich als zielführend. Dabei wurden organisatorische, rechtliche, technische und soziale Rahmenbedingungen via Checkliste beleuchtet und Maßnahmen mit den Betroffenen umgesetzt. In sechs Betrieben wurden im Projektzeitraum bereits Telearbeitsplätze erfolgreich implementiert.

Elke Theissl-Schulmeister ist Teleworkerin. Teilweise von ihrem Zuhause aus, teilweise vor Ort bei Kunden und teilweise im Büro arbeitet sie für eine Steuerberatungsskanzlei in Rechnitz, Burgenland, und ist sich sicher: "Ohne Telearbeit wäre eine Tätigkeit in diesem Ausmaß nicht möglich gewesen", so die Berufsanwärterin. Ihr Pilotprojekt soll in dem Unternehmen, das hauptsächlich Frauen beschäftigt, Schule machen. Insbesondere bei Karenz, so zeigen auch andere Beispiele, die im Projektzeitraum umgesetzt wurden, kann Telearbeit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern: Der Faden zum Betrieb und dem Fach reißt damit nicht ab und die Karriere wird kaum unterbrochen. Die Unternehmen können gut qualifizierte und hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten und können durch geschickte Organisation die Produktivität steigern.

Bisher sei Teleworking vorwiegend mit großen Unternehmen in Zusammenhang gebracht worden, auch in Österreich gebe es seit Jahren Telearbeit bei verschiedenen größeren Betrieben. Telearbeit in KMU sei bis dato aber so gut wie unbekannt, weiß Friedrich Bock, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie der Wirtschaftskammer Österreich. "Für die Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Wirtschaft ist es von Bedeutung, dass eventuelle Vorteile von Telearbeit sowohl für das Unternehmen als auch für die betroffenen Mitarbeiter auch bei den KMU lukriert werden können, die das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft darstellen", führt Fachverbandsobmann Bock als Interessenvertreter von fast 40.000 österreichischen Betrieben im IT- und Beratungsbereich aus.

Stichwort Beratung: "In der Auswertung der Projektergebnisse kam mehrfach zu Tage, dass bei der Information von Unternehmen zur Telearbeit die Wirtschaftskammer als seriöser und kompetenter Partner wahrgenommen wird - es wird sogar erwartet, dass sich diese Institution genau mit solchen Themen befasst und sie für die Klein-und Mittelbetriebe aufbereitet", so Projektleiterin Reingard Ohnewein.

Das Buch kann kostenfrei (gegen Portoersatz) und solange der Vorrat reicht beim Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie der Wirtschaftskammer Österreich, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien, E-Mail: ubit@wko.at, bezogen werden. (JR)

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