Neue DÖW-Dauerausstellung zur NS-Herrschaft in Österreich

Mailath-Pokorny: "DÖW-Ausbau ist Signal im Jubiläumsjahr 2005"

Wien (OTS) - Das Dokumentationsarchiv des Öösterreichischen Widerstandes (DÖW) erhält eine neue, dauerhafte Ausstellung. Dazu werden die AusstellungsrRäumlichkeiten des DÖW erweitert und umfassend neu gestaltet. Die Umbaukosten von rund 425.000 Euro werden durch die Stadt Wien im Rahmen des Jubiläumsjahres 2005 finanziert. Vorgeschichte, Widerstand, Verfolgung, Exil, NS-Apologetik und Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit werden zentrale Themen der neuen Dauerausstellung sein.

"Die Finanzierung einer zeitgemäßen, erweiterten Dauerausstellung für das Dokumentationsarchiv ist nicht eine längst überfällige, langfristige Investition zur Aufarbeitung und Vermittlung der österreichischen jüngeren Geschichte. Dass dies im heurigen Jubiläumsjahr geschieht, kann durchaus als Signal verstanden werden", sagte dazu Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny.****

Ausgangspunkt für die Neugestaltung waren einerseits neue Räumlichkeiten, die sich aufgrund eines Wanddurchbruchs ergeben, andererseits entspricht die derzeit gezeigte Ausstellung, die 1978 eröffnet wurde, "längst nicht mehr den aktuellen ausstellungsdidaktischen Gegebenheiten", wie Brigitte Bailer-Galanda, Leiterin des DÖW, erklärt. Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse seit Bestehen des DÖW müssten nunmehr auch die Vermittlungsschwerpunkte neu definiert werden.

Den Tausenden Schülerinnen und Schülern und Interessierten aus aller Welt, die jährlich die Ausstellung besuchen, wird ab Ende Oktober neben einer traditionellen Ausstellung sowie einer beachtlichen Auswahl von Originalobjekten die Möglichkeit zu vertiefenden Recherchen an Computerterminals geboten. Damit sollen die Besucherinnen und Besucher trotz des begrenzten Raumangebots möglichst vielfältigen Zugang zu Informationen haben. Ein Katalog mit Fachliteratur Beiträgen zu den Themen der Ausstellung wird das Angebot ergänzen.

Die inhaltliche Neukonzeption wird unter der Leitung von Brigitte Bailer-Galanda, Elisabeth Klamper und Wolfgang Neugebauer durch Experten und Expertinnen aus dem DÖW und anderen wissenschaftlichen Instituten umgesetzt. Architekt ist Anton Falkeis, für die Gestaltung der computergestützten Abfrage zeichnet die Agentur Heininger verantwortlich.

Weitere Informationen:
o Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes:
http://www.doew.at/

(Schluss) sas/sch

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