Findeis: Kriminalität steigt in Niederösterreich nach wie vor

Rasches Handeln ist dringend geboten

St. Pölten (SPI) - Während österreichweit die Kriminalitätsrate im Vergleich zum Jänner des Vorjahres um rund 5 % gesunken ist, stieg sie in Niederösterreich erneut stark an. "Niederösterreich hat mit spezifischen Problemen zu kämpfen. Gerade die Größe unseres Bundeslandes und die Weitläufigkeit der ländlichen Regionen stellen die BeamtInnen, die im täglichen Einsatz ihr Bestes geben, vor besondere Probleme. Wenn nur ein Streifenwagen für ein mehrere Quadratkilometer großes Gebiet zuständig ist, dann kann auch der engagierteste Beamte nichts machen", so der Sicherheitssprecher der SPNÖ, LAbg. Hermann Findeis. Zwar ist auch in Niederösterreich die Kriminalitätsrate im Vergleich zum Vormonat gesunken, die Vergleichszahlen mit dem Jänner 2004 sprechen aber eine deutliche, andere Sprache: Plus 8 Prozent. Wurden im Jänner 2004 noch 6.257 Fälle zur Anzeige gebracht, waren es im Jänner diesen Jahres bereits 6.775. "Selbstverständlich ist es positiv zu bewerten, dass die Zahl der angezeigten Straftaten gegenüber Dezember rückläufig war. Das ist aber nur ein erster Schritt in die richtige Richtung - schließlich macht eine Schwalbe noch keinen Sommer! So hat es auch im Vergleich zum Dezember des Vorjahres in einigen Regionen noch einen, teilweise massiven, Anstieg der Kriminalität gegeben", so Findeis weiter.****

"Meine Forderung ist daher ganz klar: Wir brauchen bedeutend mehr BeamtInnen auf den Straßen unseres Bundeslandes, die Ausrüstung der Exekutive muss dringend verbessert werden. Ich möchte es in diesem Zusammenhang aber nicht versäumen, den BeamtInnen für ihr Engagement und ihren Einsatz zu danken. Sie leisten Tag für Tag Großartiges für die Sicherheit der NiederösterreicherInnen. Dieses Engagement muss aber auch von Seiten der Bundes-Politik gewürdigt werden. Die Kürzungsorgien der vergangenen Jahre zeigen in den heute veröffentlichten Daten einmal mehr ihre verheerende Wirkung. Es kann nicht länger sein, dass die Struktur ausgedünnt wird, Posten geschlossen werden oder Nachts nicht besetzt sind. Die Exekutive braucht bessere Ausrüstung und mehr Personal um wirkungsvoll für die Sicherheit der NiederösterreicherInnen und Niederösterreicher arbeiten zu können", so Findeis abschließend.
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