Niederwieser stellt klar: Öffentliche Hand verpflichtet, flächendeckend Kindergärten zu schaffen

ÖVP führt Reformverweigerung fort, SPÖ legt konstruktive Vorschläge vor

Wien (SK) SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser sieht
"schwarz für eine Bildungsdiskussion", wenn die ÖVP - heute in der Person von Bildungssprecher Amon - scheinbare Widersprüche zu konstruieren versucht. "Die Haltung der SPÖ zum Vorschuljahr ist völlig klar: Die öffentliche Hand hat die Verpflichtung, flächendeckend ein Kindergarten-Angebot mit einem letzten Vorschuljahr zu schaffen. In einer zweiten Phase, wenn klar ist, wie dieses Angebot angenommen wird, sollen jene Kinder, die Sprach- und Kommunikationsdefizite aufweisen und die mit erheblichen Schwierigkeiten bei einem Übertritt in die Schule rechnen müssen, im Rahmen dieses Angebotes verpflichtend das Vorschuljahr absolvieren", so Niederwieser Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Zur genauen Orientierung soll es dabei - wie die von Bildungsministerin Gehrer eingesetzte Zukunftskommission vorschlägt - Screenings oder Tests für die Kinder geben. ****

Von einem solchen Angebot sei Österreich noch weit entfernt. Es müsse daher rasch zu einer Lösung kommen, wolle man seine Lektion aus PISA II lernen und den Kindern mit Sprachdefiziten einen Schulstart, der auch ein erfolgreicher ist, zu ermöglichen. Ein verpflichtendes Vorschuljahr für alle Kinder gebe es zwar schon in einigen Ländern und führe auch zu guten Ergebnissen, sei in Österreich aber noch lange nicht spruchreif. Der SPÖ-Bildungssprecher spricht von einem Zeithorizont von zehn Jahren. "Jetzt müssen wir erst einmal jenen Kindern helfen, die Schwierigkeiten beim Schuleintritt haben, und dafür wird uns eine Reformverweigerung, wie sie die ÖVP an den Tag legt, nicht helfen", so Niederwieser abschließend. (Schluss) cs

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