Lawinenwarnungen ernst nehmen!

Tödliche Fehleinschätzung: Spuren im Tiefschnee lösen tückisches Sicherheitsempfinden aus - Warnstufe drei oft verharmlost und missachtet

Wien (OTS) - Auch dieses Wochenende forderten die weißen Gewalten sieben Menschenleben - fünf in Österreich, zwei in der Ostschweiz -und mehrere Verletzte. Die dramatischen Ereignisse der letzten Tage führen erneut vor Augen: Tiefschneefahren abseits der gesicherten Pisten ist lebensgefährlich!

Trotzdem ignorieren viele Wintersportler die drohende Gefahr. Sie unterliegen oft einem fatalen Irrglauben, weiß Sicher Leben-Leiter Dr. Rupert Kisser: "Hänge abseits der Piste, auf denen bereits einige Spuren zu erkennen sind, erwecken den Eindruck, sicher zu sein. Frei nach dem Motto 'Da sind schon einige vor mir problemlos runter gekommen' wird die Lawinengefahr unterschätzt." Die Realität sieht jedoch anders aus: Mit jeder Spur kann sich die Stabilität des Hanges verschlechtern. Kisser: "Unter Umständen löst sich eine Lawine erst bei der fünften oder sechsten Abfahrt." Weiters missachten viele die Lawinenwarnungen der Skigebiete: "Bei Warnstufe drei ereignen sich die meisten Lawinenunglücke, denn drei wird auf der fünfteiligen Skala als eher weniger gefährlich empfunden. In Wahrheit ist die Lawinengefahr jedoch erheblich", erklärt Kisser.

Die Opfer der letzten Tage beweisen: Hänge abseits der gesicherten Pisten und Skirouten sind derzeit lebensgefährlich und müssen daher gemieden werden! Und auch generell gilt: Unerfahrene Tiefschneefahrer sollten niemals ohne fachkundige Begleitung und professionelle Ausrüstung im Gelände unterwegs sein.

Wien, 07.02.2005

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Institut "Sicher Leben"
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