ÖVP-Wien: Erster Verhandlungserfolg bringt 40% weniger Flugbewegungen über Liesing!

ÖVP fordert Sanktionen bei Nichteinhaltung von Vereinbarungen

Wien (VP-Klub) - "Der in der Evaluierungsgruppe erstellte
Vorschlag, die Flugbewegungen um 40% zu reduzieren, ist ein erster Erfolg", freut sich ÖVP Wien LAbg. Gerhard Pfeiffer und ergänzt: "Wir bestehen aber auf weitere Verbesserungen!" Als Sofortmaßnahme schlägt Pfeiffer dabei die gleitende Durchrechnung der Flugbewegungen vor, um Sommer- und Wintermonate möglichst gleich zu behandeln.

Konkrete Maßnahmen fordert auch DI Roman Stiftner, Bezirksparteiobmann der ÖVP Liesing: "Nachdem die Vereinbarungen des Teilvertrags derzeit leider nicht immer eingehalten werden, können wir uns als ersten Schritt Sanktionen bei Nichteinhaltung vorstellen - Pönalezahlungen könnten dann beispielsweise für Sozialprojekte oder Lärmschutzmaßnahmen im betroffenen Bezirk genutzt werden." Das Ziel müssten laut Stiftner dauerhaft erfolgversprechende Maßnahmen, wie die Verlegung der Flugroute an die Stadtgrenze, sein.

Von dem Vorschlag des Liesinger SP-Bezirksvorstehers Wurm, der die Flugroute um zweihundert Meter nach Süden verschieben möchte, hält Stiftner jedoch nichts: "Das ist eine reine Alibiaktion des in Bedrängnis geratenen SP-Politikers! Da die Breite des Flugkorridors mehrere hundert Meter beträgt, ist diese minimale Verschiebung eine Farce", ärgert sich Stiftner.

Im Gegenzug nennen Pfeiffer und Stiftner dabei nochmals die von der ÖVP Wien bereits vor längerer Zeit in das Mediationsverfahren eingebrachten Forderungen:

1. Realisierung der Zusage, dass der künftige Fluglärm über Liesing keine nennenswerte Steigerung gegenüber der Situation vor Änderung der Flugrouten mit sich bringt.

2. Sofortige Evaluation des Flugbetriebes über die Route STOxC und Auswertung anhand des Flight track And Noise Monitoring Systems, womit jede einzelne Flugspur aufgezeichnet und statistisch auswertbar ist. Jede Abweichungen vom Vertragsziel muss begründet werden und die Flugbewegungen sollten nach amerikanischem Vorbild öffentlich via Internet zugänglich gemacht werden.

3. Einhaltung der Vereinbarung, laute Maschinen nicht mehr über Liesing zu schicken.

4. Anhebung der Flughafengebühren für veraltete und laute Maschinen.

5. Gleichmäßige Flugverkehrsverteilung durch gleitende monatliche Durchrechnung.

6. Information der betroffenen Bevölkerung, wenn Ausnahmesituationen entstehen (Bau-, Sicherheits- oder Notfallserfordernisse).

Mittelfristig und zur Sicherung des Standortes der "Vienna Region" müsse laut Pfeiffer über einen neuen Flughafen nachgedacht werden, der im Stande sei, die stark steigenden Flugbewegungen umweltverträglich aufzunehmen. Stiftner ergänzt, dass die geplante dritte Piste eine weitere Belastung für den Süden Wiens darstellen würde und daher Alternativen dringend geboten sind, um den Wirtschaftsstandort Wien nicht zu gefährden.

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