Kontakte mit neuen EU-Ländern knüpfen und vertiefen: Polnische Delegation auf Einladung der AK in Linz

Linz (OTS) - Oberösterreich und Oberschlesien haben viel
gemeinsam. Entsprechend rege war der Erfahrungsaustausch zwischen Vertretern der Arbeiterkammer und einer Delegation des Central Mining Institute in Katowice (Polen), die auf Einladung der AK in Linz zu Besuch war. Schwerpunkte waren Bildungs- und Arbeitsmarkt-Fragen.

Das Central Mining Institute in Katowice ist eine Forschungs- und Entwicklungseinrichtung, die - vor allem beratend - auch aktiv in die Gestaltung der Regionalpolitik eingreift. "Das Institut ist nicht nur auf dem Gebiet der Forschung hervorragend. Es ist für uns auch ein wichtiger internationaler Partner, etwa bei EU-Projekten", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Prof. Dr. Józef Dubinski, der Generaldirektor des Instituts, kann von seinem Besuch viele Anregungen mitbringen: "Unsere Gesellschafts-und Wirtschaftsstruktur befindet sich im Umbruch. Viele Minen und Stahlwerke mussten geschlossen werden. Genau diesen Umstrukturierungsprozess, den wir gerade erleben, hat Oberösterreich bereits gut bewältigt." Die Arbeitslosenrate in Oberschlesien, der wirtschaftlich stärksten Region Polens mit rund 5 Millionen Einwohnern, beträgt derzeit 16,6 Prozent, in einzelnen Städten sogar über 30 Prozent. Katowice selbst, ein Schulzentrum und Hochschulstandort, steht mit 8 Prozent Arbeitslosenrate noch vergleichsweise gut da.

Beeindruckt war die Delegation unter Leitung von Mag. Hermine Popeller, der österreichischen Generalkonsulin in Krakau, und Prof. Dr. Dubinski auch von einem Besuch im BFI/BBRZ. "Es gibt in Schlesien nur ein Rehabilitationszentrum, und das beschränkt sich auf die medizinische Rehabilitation. Dass hier in Linz noch der soziale Aspekt und der Schulungsaspekt dazukommen, finden wir sehr interessant", so Prof. Dr. Dubinski.

Weitere gemeinsame Projekte (etwa ein Tourismus-Projekt im Salzkammergut oder ein Workshop zum Thema Arbeitsstiftungen) befinden sich bereits in fortgeschrittenen Planungsstadien. Die Kontakte sollen jedenfalls weiter intensiviert werden: "Wenn wir das Projekt Europa weiterentwickeln wollen, sind diese Kontakte unverzichtbar. Auf dieser Ebene kann gegenseitiges Verständnis zwischen Österreich und den neuen EU-Ländern entstehen", so AK-Präsident Kalliauer.

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