"Neues Volksblatt" Kommentar: "Junge Politik" (Von Christian Buchar)

Ausgabe vom 4. Februar 2005

Linz (OTS) - =

Nein, es ist nicht wirklich neu, wenn Motivforscherin
Sophie Karmasin bei der Präsentation der neuen Jugend-Offensive der VP wenig Bindung junger Menschen an Parteien ortet. Nein, und es ist auch nicht originell und zielführend, politischen Einsatz für Jugendliche nur auf Wahlalter-Senkungen zu reduzieren.
"Junge Politik" macht anderes aus: Primär natürlich Entscheidungen, die nicht nur auf ihre Auswirkungen in der Zukunft abgeklopft werden, sondern gezielt für die Zukunft ("nachhaltig") getroffen werden. Aber auch "menschliche Faktoren" sind gefragt: Polit-Phrasendrescherei kann da mit einiger Sicherheit zu den absoluten Distanzschaffern gezählt werden. Gleiches gilt, wenn politisches Engagement junger Menschen eingemahnt, ihnen aber nicht der Raum zur - auch kritischen - Entfaltung gegeben wird. Unkritische Ja-Sager mögen für Parteien praktisch sein, bringen sie letztlich aber nicht weiter. Was zählt, ist die Bereitschaft, sich Jugend zu stellen - und nicht nur taktisch auf die sich verbreiternde Wählerschicht älterer Generationen zu schielen. Denn "junge Politik" heißt auch: Offenheit über alle Altersgrenzen hinweg.

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