FCG: Position der Kinder und Lehrerinnen im Schulsystem stärken, statt die künstliche Aufgeregtheit über Schulstrukturen prolongieren

Wien (OTS) - Kein noch so neu gestaltetes Schulstruktursystem kann die Notwendigkeit neuer Lehrpläne, die Förderung adäquater didaktischer Umsetzung und die Gemeinsamkeit von Elternhaus und Schule ersetzten, sagte heute ÖGB-Vizepräsident und FCG-Bundesvorsitzender Karl Klein.

Der FCG-Bundesvorstand stellte in seiner Sitzung am 2.2. klar, dass es im Wesentlichen darauf ankommt, welche didaktischen und finanziellen Möglichkeiten Lehrer und Schulverwaltung vorfinden, um den Kindern jenes Wissen anschaulich und begreifbar vermitteln zu können, das sie in der Gesellschaft benötigen um Arbeit, Muße und Zukunft zu haben.

Die Schulstrukturen sind nicht wichtig! Wichtig sind die Kinder. Keine Struktur ist abzulehnen, wenn sie kindergerecht gestaltet ist. Das aber müssen in gelebter Subsidiarität die Betroffenen entscheiden. Was in einer Großstadt sinnvoll sein kann, kann am "Land" kontraproduktiv sein. Ohne Bedarfserhebung nach neuen Schulstrukturen wird es nicht gehen, sagte Klein abschließend.

Dienstleistungsrichtlinienentwurf der EU ist unbrauchbar

So wie der Entwurf der sogenannten Dienstleistungsrichtlinie derzeit lautet, geht es darum sicherzustellen, dass durch die Einführung des "Herkunftslandprinzips" die Regelungen zum Schutz der Menschen (Arbeitsrecht, Umweltschutz, Verbraucherschutz) nicht ausgehöhlt und unterlaufen werden. Die sogenannte Entsenderichtlinie ist da kein Schutz und der derzeitige Entwurf ist unklar und verunsichernd.

Die Fraktion Christlicher Gewerkschafter fordert auch die europäischen Arbeitnehmerorganisationen auf, gemeinsam den vorliegenden Entwurf abzulehnen, um eine ganz andere Lösung zu bewerkstelligen. Die Dienstleistungsrichtlinie an sich ist eigentlich unnötig und die EU könnte diesen Bereich auch ungeregelt belassen.

Idee des Dienstleistungsschecks ist gut, Gesetzesentwurf gehört verändert

Der jetzige Entwurf eines Dienstleistungsschecks wird die Zielsetzung der Beschränkung der Schwarzarbeit nicht erreichen, sondern nur Vollzeitarbeit in geringfügige Arbeit aufsplitten. Die Sozialversicherungsbeitragsbestimmungen sind nicht angepasst und höher als bei geringfügiger Beschäftigung, die Entgeltzahlungszeiträume viel zu lang.

Der vorliegende Gesetzesentwurf gehört gehörig verändert.
Die FCG fordert rasche Sozialpartnergespräche über eine neue Gestaltung des Dienstleistungsschecks!

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ÖGB-VPräs. Karl Klein
FCG im ÖGB
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