Bundesvorstand des Österreichischen Seniorenbundes verlangt Erhöhung des Richtsatzes für alleinstehende Ausgleichszulagenbezieher!

Pflegeversicherung wird abgelehnt - Neuregelung der Rezeptgebührenbefreiung gefordert

Wien (OTS) - Auf der heute stattgefundenen 118. Bundesvorstandssitzung des Österreichischen Seniorenbundes wurde einstimmig die Erhöhung des Richtsatzes für alleinstehende Ausgleichszulagenbezieher auf die Armutsgefährdungsschwelle von 675 Euro gefordert.

Folgende weiterer Beschlüsse wurden gefasst.

1) Im Rahmen der Einführung der e-card soll es bei der Beifreiung

von der Rezeptgebühr zu einer Einschleifregelung kommen. Derzeit ist es so, dass Personen bis zur Höhe des Ausgleichszulagen-Richtsatzes von der Rezeptgebühr befreit sind (bei chronisch Kranken liegt die Befreiungsgrenze etwas höher). Wenn jemand mit seiner Pension aber auch nur z.B. einen Euro über diesen Grenzen liegt, muss er die volle Rezeptgebühr bezahlen. Zusätzlich ist für chronisch Kranke noch eine Obergrenze pro Jahr bei den Rezeptgebühren einzuführen.

2) Die in letzter Zeit erhobene Forderung nach einer eigenen

Pflegeversicherung wird vom Bundesvorstand abgelehnt. Die derzeit bestehende Regelungen, insbesondere die des Pflegegeldes, sind durchaus ausreichend und stellen in solidarischer Weise sicher, dass jeder - unabhängig von der Höhe seines Einkommens - die erforderlichen Pflegeleistungen erhält. Eine obligatorischen Pflegeversicherung hingegen macht Art und Umfang der Pflegeleistung primär von der Höhe der individuellen Beitragsleistungen abhängig, eine Zwei- oder sogar mehr Klassen-Versicherung wäre die Folge.

3) Die zukünftigen Pensionsanpassungen sollen mit der ermittelten

Preiserhöhung (Inflationsrate) erfolgen, eine Auf- oder Abrundung -wie sie derzeit praktiziert wird - wird vom Bundesvorstand abgelehnt.

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Österreichischer Seniorenbund
Mag. Michael Schleifer
Tel.: 0699/194-37-222

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