NATIONALRATSPRÄSIDENT KHOL TRIFFT SLOWENISCHE PARLAMENTARIER Khol rechnet mit Konsens in Kärntner Ortstafel-Frage

Wien (PK) - Die Beziehungen zwischen Österreich und Slowenien
sowie die slowenische Minderheit in Kärnten standen heute im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen Nationalratspräsident
Andreas Khol und einer slowenischen Parlamentarierdelegation
unter der Leitung von Abgeordnetem Janez Kramberger. Khol äußerte sich dabei zuversichtlich, dass es in der Frage der
zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten zu einer Lösung kommen wird. Österreich sei im Bereich Amtssprache und bei den zweisprachigen Schulen nahezu perfekt, meinte er, bei den Ortstafeln müsse
jedoch - in Absprache mit allen Parteien - "noch einiges nachgebessert werden". Der Nationalratspräsident betonte jedoch ausdrücklich, dass ein Konsens in dieser Frage in Kärnten
gefunden werden müsse.

Seine Zuversicht begründete Khol damit, dass sich das Klima in Kärnten zwischen Österreichern und Slowenen zunehmend verbessere. Er führt dies nicht zuletzt auf die offenen Grenzen und den EU-Beitritt Sloweniens zurück. Die Österreicher hätten verstanden, dass es sinnvoll sei, slowenisch zu lernen, sagte Khol, immerhin würden mittlerweile bereits mehr Österreicher in Slowenien arbeiten als umgekehrt.

Janez Kramberger bedankte sich für die Unterstützung Sloweniens durch Österreich in den letzten 14 Jahren und verwies überdies
auf die ausgezeichneten Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern. Hinsichtlich der slowenischen Minderheit in Kärnten gebe es aber noch einige offene Fragen, etwa was die Amtssprache und
die Topographie betreffe, meinte er.

Dieses Thema brachte auch Maria Pozsonec, Abgeordnete der ungarischen Volksgruppe im slowenischen Parlament, zur Sprache.
Sie verwies darauf, dass in Slowenien nicht nur Ortstafeln,
sondern häufig auch Straßennamen zweisprachig seien. Von einem Rechtsstaat erwarte man sich, dass Urteile des Verfassungsgerichtshofs umgesetzt würden, unterstrich sie.

Im März wird Nationalratspräsident Khol Slowenien einen offiziellen Besuch abstatten. (Schluss)

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