Pharmig: Hauptverband wehrt sich gegen Transparenz

Huber: Statt persönlichen Angriffen soll der Hauptverband lieber die Fakten auf den Tisch legen.

Wien (OTS) - "Vom Generalsekretär des Wirtschaftsbunds hätte ich mir ein größeres Verständnis wirtschaftlicher Zusammenhänge erwartet", bedauert Jan Oliver Huber, der Chef der Pharmig, des Verbands der pharmazeutischen Industrie Österreichs, in einer Reaktion auf die heutige Aussendung des Hauptverbands. "Doch leider agiert Karlheinz Kopf, wie man es von Vertretern des Hauptverbands gewohnt ist: Persönliche Angriffe statt Fakten, Rhetorik statt Transparenz - das ist enttäuschend."

Hubers Kritik: Der Vorwurf, die Pharmig agiere mit falschen Zahlen, entbehre jeglicher Grundlage. "Die heute von der Pharmig präsentierte Umfrage vom Linzer market-Institut ist absolut seriös. Nur weil einem das Ergebnis nicht gefällt, sollte man nicht um sich schlagen", meint Huber. Was aber die tatsächlichen Kosten für die Chefärzte anbelangt, sei die Pharmig leider auf Schätzungen angewiesen. Und zwar deswegen, weil sich der Hauptverband seit jeher kategorisch weigert, die tatsächlichen Zahlen auf den Tisch zu legen. "Es liegt am Hauptverband selbst, das Rätselraten um die tatsächlichen Kosten für die Chefärzte zu beenden. Doch offenbar hat man gute Gründe, diese Zahlen zu verheimlichen", so Huber. "Das kann aber nicht im Sinne der Versicherten sein."

Im Übrigen, erklärt Huber, sei es lächerlich, einer rein privatwirtschaftlichen Industrie ihre Marketing-Ausgaben vorzuhalten. Genauso gut könne man sich über die Marketing-Ausgaben der Auto-Industrie oder der Konsumgüter-Industrie echauffieren. "Kopf soll einmal seine Hausaufgaben machen", fordert Huber den Vorsitzenden der Trägerkonferenz auf. "Denn dann wüsste er, dass es tatsächlich nur 1.500 aktive, für die Industrie tätige Pharmareferenten in Österreich gibt. Deren Aufgaben sind übrigens im Arzneimittelgesetz klar geregelt - so streng wie bei kaum einem anderen Berufsstand in Österreich." Im Übrigen habe sich die Pharma-Industrie immer mit konstruktiven Vorschlägen zu Wort gemeldet. Es sei an der Politik, dieses Angebot für eine konstruktive Zusammenarbeit anzunehmen.

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