Bartenstein: "Positive Akzente gesetzt - aber: Österreich muss noch besser werden!"

"Minister im Dialog" in der Raiffeisenlandesbank OÖ: "Wachstum und Beschäftigung haben Priorität"

Wien (BMWA-OTS) - "In Österreich wurden in den vergangenen Jahren die Rahmenbedingungen für unsere Unternehmen wesentlich verbessert, daher schneidet unser Land im Vergleich der EU-25 weit überdurchschnittlich ab", sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein bei der Veranstaltung "Minister im Dialog" in der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG. Gleichzeitig konzedierte Bartenstein, dass Europa derzeit ein Wachstums- und somit ein Beschäftigungsproblem habe. Einig war sich die Diskussionsrunde mit Minister Dr. Bartenstein, Generaldirektor Dr. Ludwig Scharinger, Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl und IV-Vizepräsident Dr. Erich Wiesner in diesem Zusammenhang über die Notwendigkeit einer weiteren Flexibilisierung der Arbeitsmärkte und einer ziel- und praxisorientierten Forschungs- und Innovationspolitik. ****

Österreich im Europavergleich gut positioniert

"In allen Parametern sind die Amerikaner deutlich besser unterwegs als die Europäer", warnte Bartenstein. "Und Europa läuft Gefahr, in den nächsten Jahren noch weiter zurückzufallen." Die Position Österreichs im Europavergleich sei jedoch sehr gut. Beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liege unser Land im europäischen Spitzenfeld. Auch bei der Produktivität verzeichne Österreich eine sehr positive Entwicklung. Darüber hinaus sei Österreich durch die Senkung der Lohnstückkosten ein günstiger Standort für Investoren. Die Politik habe durch die Steuerreform - insbesondere durch die Senkung des Körperschaftsteuersatzes auf 25 % und die Gruppenbesteuerung - weitere Maßnahmen zur Attraktivierung des Standortes gesetzt.

Wachstum und Beschäftigung haben Priorität

Scharinger pflichtete Bartenstein bei, dass die europäische Wirtschaftspolitik ihre "klare Priorität auf Wachstum und Beschäftigung" legen müsse. Er unterstrich, dass in den vergangenen Jahren in Österreich viele Rahmenbedingungen positiv gestaltet wurden, und verwies auf den Forschungsbereich. Hier gelte es aber auch, die Praxisrelevanz der Forschungsergebnisse weiter zu erhöhen. Für IV-Vizepräsident Dr. Erich Wiesner ist die Arbeitszeitflexibilisierung ein Gebot der Stunde. Im Hinblick auf eine weitere Flexibilisierung der Arbeitsmärkte sagte Bartenstein, dass für ihn die Sozialpartner am Zug seien. Auf die Problemlösungskompetenz der Sozialpartner vertraut auch Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl: "Ich bin sicher, dass die Sozialpartner etwas zusammenbringen."

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