Sozialdemokraten missachten Wählerwillen

Wien (OTS) - Bei der gestrigen Sitzung des Zentralvorstandes der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) beschlossen die sozialdemokratischen Mitglieder für zwei FCG-Funktionäre das Ende ihrer GdG-Funktionen. Gegen jede vernünftige Begründung wurde von der Mehrheitsfraktion die in der ÖGB-Geschäftsordnung vorgesehene Möglichkeit einer Doppelmitgliedschaft abgelehnt. Dies führt dazu, dass vielen Wählerinnen und Wählern ihre gewählte Funktionärin bzw. ihr gewählter Funktionär entrissen wird.

Der Hintergrund dieses Konflikts liegt darin, dass rund 7000 Spitalsbedienstete (davon ca.5700 Gewerkschaftsmitglieder) aus Niederösterreich einen Dienstgeberwechsel von den Gemeinden zum Land hinnehmen mussten. Dem Statut entsprechend ist in Zukunft die Gewerkschaft öffentlicher Dienst für die vom Wechsel betroffenen Bediensteten zuständig. Da aber die FCG-Funktionäre auch von Gemeindebediensteten gewählt wurden, die weiterhin im Bereich der Gemeinden beschäftigt bleiben - und somit auch bei der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten bleiben, wollten diese in Form einer Doppelmitgliedschaft ihre Funktionen bis zum Ende dieser Funktionsperiode weiter ausüben.

Unter fadenscheinigen Gründen wurde diese Möglichkeit den Wählerwillen zu respektieren, von der sozialdemokratischen Fraktion abgelehnt. Dies ist ein weiterer Beweis für die Bedrohung des überparteilichen ÖGB. Wie beispielsweise bei der Frage der Organisationsreform des ÖGB - Stichwort INFRA, nimmt die Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter keine Rücksicht auf andere Meinungen und drängt auch mit unfairen Mitteln die FCG aus den Funktionen.

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Erwin Mahr
Vorsitzender
Fraktion Christlicher Gewerkschafter
in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten
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