Schierhuber: Mehr Europa für weniger Geld ist auch in der Landwirtschaft nicht möglich

Agrarausschuss lehnt Renationalisierungsbestrebungen für GAP ab

Brüssel, 3. Februar 2005 (ÖVP-PD) In der Reihe der Stellungnahmen der Fachausschüsse des Europäischen Parlaments zur künftigen Finanziellen Vorausschau der Union von 2007 bis 2013 nahm auch der Agrarausschuss in dieser Woche sein Forderungspaket an. "Die Mitglieder des Landwirtschaftsausschusses sind vor allem besorgt darüber, dass es zu einer unzureichenden Finanzierung der künftigen Agrarausgaben kommen könnte. Wir müssen in jedem Fall verhindern, dass die zu erwartende Schlacht um den EU-Haushalt auf Kosten der Politik des ländlichen Raumes geht", sagte die Berichterstatterin des Europäischen Parlaments für den ländlichen Raum, ÖVP-Europaparlamentarierin Agnes Schierhuber, heute, Donnerstag, in Brüssel. "Die zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik mit ihren Programmen muss auch in Zukunft weiter gestärkt werden. Politik für den ländlichen Raum ist Politik für alle Menschen. Nur ein aktiver ländlicher Raum ist auch attraktiv", betonte Schierhuber. ****

Der Landwirtschaftsausschuss wies vor allem den Vorschlag der Grünen und Liberalen einer fünfundzwanzigprozentigen Kofinanzierung der ersten Säule zurück. "Das wäre gleichbedeutend mit einer Renationalisierung der Gemeinsamen Agrarpolitik. Das kann nie im Interesse unserer Bauern sein und widerspricht dem Modell unserer Gemeinsamen Agrarpolitik", sagte Schierhuber.

Eng verknüpft mit den Verhandlungen rund um die Finanzielle Vorausschau sind die Programme für die Entwicklung des ländlichen Raumes. "Es kann nicht mehr Europa für weniger Geld geben", ist sich Schierhuber einig mit dem luxemburgischen Minister für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung, Fernand Boden, den sie in dieser Woche zu einem Arbeitsgespräch über die weitere Ausgestaltung der ländlichen Entwicklung traf. Nach einem konstruktiven Gespräch waren beide Gesprächspartner optimistisch für eine weitere gute Zusammenarbeit. "Als Berichterstatterin des Parlaments für den ländlichen Raum werde ich mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass das Europaparlament meinen Bericht rechtzeitig an den Rat übermittelt. Damit kann dieses wichtige Dossier noch unter der Luxemburger EU-Präsidentschaft abgeschlossen werden, damit den Mitgliedstaaten genügend Zeit bleibt, um ihre Programme zur ländlichen Entwicklung auszuarbeiten, damit diese ab 2007 ohne Unterbrechung weiterlaufen können", so Schierhuber abschließend.

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