Ö3 Verkehrsaward 2004

Wien (OTS) - Mit dem Ö3-Verkehrsaward zeichnet Hitradio Ö3 heuer bereits zum vierten Mal gemeinsam mit dem Innenministerium jene Institutionen aus, die via Ö3-Verkehrsservice rund 3 Millionen Hörer täglich mit Verkehrsinformation versorgen.Die Preisverleihung erfolgt in den Kategorien Polizei, Gendarmerie, Straßenmeisterei, Feuerwehr, Rettung und Ö3VER.Wie bereits in den Vorjahren, präsentiert die Ö3 Verkehrsredaktion auch heuer wieder technische Innovationen im Bereich der Telematik: Das Projekt "Traffic.AT" und das Projekt "Info A10".

Sensor Straße - automatisierte Datenerfassung von Verkehrsströmen

Moderne Verkehrsinformation kann heute immer mehr auf neue technisch erhobene Datenquellen zurückgreifen. Das ermöglicht ein detailliertes Abbild komplexer werdender Verkehrsströme. Die Ö3-Verkehrsredaktion setzt daher auf den stärkeren Einsatz von verkehrstelematischen Entwicklungen. Darunter fallen etwa das GRIS-System (Ghost Rider Information System) - eine automatisierte Geisterfahrerwarnanlage, FCD (Floating Car Data) - Fahrzeuge melden Positions- und Bewegungsdaten oder die Staukameras - ein wichtiges Element zur Verkehrsstromanalyse.

Zwei der neuesten Projekte:

Traffic.AT

Das Unternehmen "TRAFFIC.AT" und die Ö3 Verkehrsredaktion ermöglichen anhand eines Verkehrslagebildes von der Stadt Wien die Echtzeitdarstellung von Verkehrsabläufen auf den wichtigsten städtischen Verbindungen. Fix montierte Infrarot-Sensoren messen den Verkehrsablauf, errechnen einen Tendenzwertund stellen diesen grafisch dar. Der Verkehrsredaktion werden nicht nur "Staustrecken" gemeldet, der Redakteur erkennt auch die freien Ausweichstrecken. Die "TRAFFIC.AT" Technologie kann nicht nur in innerstädtischen Bereichen - sondern auch auf Überlandstrassen eingesetzt werden. So läuft derzeit ein Feldversuch in Vorarlberg auf der A14, der Rheintalautobahn im Raum Bludenz.

"Info A10"

mobilkom austria ist seit Jahren ein fixer Partner von Ö3, auch in der Erweiterung des Verkehrsinformationsangebotes. Zur Zeit läuft ein Pilotprojekt mit den ATTC-Partnern (Austrian Traffic Telematic Cluster) - mobilkom austria, ASFINAG, arsenal research, frequentis und team. So können Autofahrer künftig die jeweils aktuelle Verkehrsinformation per Sprache, SMS oder MMS auf dem Handy abrufen. Mit dem Projekt "Info A10" läuft erstmals ein Testbetrieb zur Erfassung von Staus auf der Tauernautobahn im Baustellenbereich Hiefler Tunnel. Sensoren messen das Verkehrsaufkommen auf der A10 im Baustellenbereich zwischen Pass Lueg und Golling. Die damit gewonnenen Daten werden umgerechnet und so wird automatisch die durchschnittliche Reisezeit für diese Strecke ermittelt bzw. dargestellt. Diese Info wird auf Ö3, dem schnellsten Verkehrsservice Österreichs, gebracht. Sie fließt künftig auch direkt in die digitale Verkehrsinformation über RDS-TMC (Radio Data System - Traffic Message Channel) ein. Zusätzlich wird der Nutzer auch die Möglichkeit haben, via Handy die aktuelle Verkehrssituation über Kamerabilder zu betrachten.

Die Preisträger:

Kategorie: Gendarmerie
Preisträger: Landesgendarmeriekommando Tirol, Landesleitzentrale

30.12.2004, 10.27 Uhr. Die Landesleitzentrale Tirol meldet Ö3 einen Geisterfahrer auf der A12, der Inntalautobahn, bei Wiesing. Die Meldung geht innerhalb weniger Sekunden im Hitradio Ö3 on Air. Eine Zivilstreife der Gendarmerie fährt aus, währenddessen warnt Ö3 weiterhin vor der Gefahr. Der Gendarmerie gelingt es, den Geisterfahrer zu stoppen, kurz bevor dieser die Autobahn verlassen will.Solche Situationen gehören zum Alltagsgeschäft der Gendarmerie. Besonders gefordert sind die Beamten der Landesleitzentrale in der Hauptreisezeit. Die Inntalautobahn, die Brennerautobahn und beispielsweise auch die Fernpassstrecke sind durch kilometerlange Staus oft überlastet. Passieren dann noch Unfälle, sind die Gendarmen oft über Stunden im Dauerstress. Die sich ständig ändernde Situation auf den Straßen wird rasch, kompetent und freundlich an Ö3 weitergegeben, der Ö3 Verkehrsservice kann so die Autofahrer über gefährliche Situationen, Ausweichstrecken oder den zu erwartenden Zeitverlust informieren und damit zur Entspannung der Verkehrssituation beitragen.

Kategorie: Polizei
Preisträger: Bundespolizeidirektion Salzburg, Verkehrsleitzentrale

17.12.2004, vormittags. In der Stadt Salzburg sorgt Eisregen ab 7:00 Uhr früh für spiegelglatte Fahrbahnen und Gehwege. Die Verkehrsleitzentrale Salzburg informiert Ö3 sofort über die Gefahr. Der Ö3 Verkehrsservice warnt umgehend die Verkehrsteilnehmer vor den extrem glatten Straßen. Durch den kontinuierlichen Informationsaustausch können die Autofahrer über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden gehalten werden. Am späten Vormittag kann Ö3 Entwarnung geben. Die Stadt Salzburg gehört zu den wichtigsten Verkehrsknoten zwischen Österreich und Deutschland. Vor allem auf der Teilstrecke der Westautobahn, die durch das Stadtgebiet führt, sind Staus vorprogrammiert. Die Beamten der Verkehrsleitzentrale leisten durch ihren Einsatz rund um die Uhr einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Die enge Zusammenarbeit mit dem ORF ermöglicht eine effiziente Verkehrssteuerung.

Kategorie: Feuerwehr
Preisträger: Berufsfeuerwehr Klagenfurt

15.9.2004: Unfall im Falkenbergtunnel: Gegen 7.00 Uhr passiert ein Unfall auf der Südautobahn im Bereich der Nordumfahrung Klagenfurt. Im Falkenbergtunnel stellt sich ein LKW quer. Die Berufsfeuerwehr Klagenfurt ist im Einsatz. Die Bergungsarbeiten gestalten sich schwierig, es besteht Explosionsgefahr. Der gesamte Verkehr muss von der Südautobahn auf die Bundesstrasse abgeleitet werden. Kommandant Helmut Unterluggauer hält die Verkehrsredaktion über die aktuelle Situation auf dem Laufenden und informiert selbst direkt im Hitradio Ö3 die Autofahrer von der Unfallstelle. Nach fast 7 Stunden sind die Arbeiten im Tunnel abgeschlossen, Gefahr für Personen und Umwelt besteht nun nicht mehr.

Kategorie: Rettung
Preisträger: Österreichisches Rotes Kreuz Landesverband Steiermark Bezirksstelle Graz-Stadt;

26.4.2004, 7 Uhr früh. In Graz sind auf der Pyhrnautobahn im Plabutschtunnel drei LKW in einen Unfall verwickelt. Ein Lenker ist eingeklemmt. Das Rote Kreuz ist sofort zur Stelle und versorgt den Verletzten. Der Tunnel muss für mehrere Stunden gesperrt werden. Auf der Ausweichstrecke durch das Grazer Stadtgebiet bilden sich kilometerlange Staus. Die Rot Kreuz Bezirksstelle Graz-Stadt steht mit der Verkehrsredaktion in ständigem Kontakt. So kann Ö3 kontinuierlich über die aktuelle Entwicklung an der Unfallstelle informieren. Um 12.30 Uhr wird die Autobahnsperre aufgehoben.

Kategorie: Straßenmeisterei
Preisträger: Autobahnmeistereien Wien

Die Autobahnmeistereien Kaisermühlen, Inzersdorf und die Tunnelüberwachungszentrale Kaisermühlen sind rund um die Uhr 365 Tage im Jahr im Einsatz. Sie betreuen das Autobahnnetz in Wien (A23, A22; A4), und damit die am stärksten befahrenen Straßen Österreichs. Die Südosttangente gehört mit einem Verkehrsaufkommen von bis zu 180.000 Fahrzeugen täglich zu den neuralgischen Staustrecken. Sei es im Sommer, wenn dringende Reparaturarbeiten durchgeführt werden müssen, sei es Ladegut, das geborgen werden muss, sei es die Schneeräumung im Winter, die städtischen Autobahnen müssen immer "funktionieren". Nur so können Mobilität, urbane Nahversorgung und der Transitverkehr durch die Stadt garantiert werden. Der Tunnel Kaisermühlen gehört zu den sichersten in Österreich. Voraussetzung dafür ist die ständige Überwachung und Betreuung durch die Tunnelüberwachungszentrale.

Kategorie: Ö3ver
Preisträger: Mathias Kriechhamer aus Salzburg, Ö3ver des Jahres 2004

Alptraum Geisterfahrer: Am 22.9.2004 kurz nach 23.00 Uhr kommt Mathias Kriechhamer auf der Westautobahn beim Knoten Haid ein Geisterfahrer entgegen. Er kann im letzten Moment ausweichen. Sofort verständigt er die Ö3-Verkehrsredaktion. Ö3 unterbricht sein Programm, die Warnung wird im Ö3 Verkehrsservice gelesen. Die Gendarmerie bestätigt die Geisterfahrerwahrnehmung, leitet die Verfolgung ein und kann den Geisterfahrer stoppen. Durch die rechtzeitige Warnung kann ein Unfall verhindert werden. Mathias Kriechhamer ist LKW-Fahrer und mehr als 150.000 km im Jahr unterwegs.

Rückfragen & Kontakt:

Hitradio Ö3 Öffentlichkeitsarbeit
Christine Klimaschka
Tel.: 01/36069/19120
Christine.klimaschka@orf.at

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