Bisheriges Regionalkonferenz-Ergebnis für Landesrätin Stöger absolut inakzeptabel

Keine Einigung und kein Abschluss bei Spitalsreform für Raum Wels

Linz (OTS) - Als "absolut inakzeptabel" beurteilt Gesundheits- und Spitals-Landesrätin Dr. Silvia Stöger das heutige Regionalkonferenz-Ergebnis der Spitalsreform für den Zentralraum Wels. "Insbesondere die nach wie vor drohenden Schließungen der Abteilungen Chirurgie und Unfallchirurgie in Grieskirchen kommen für mich überhaupt nicht in Frage, denn dadurch würde die regionale Versorgung im operativen Bereich und in der Notfallmedizin drastisch verschlechtert." Stöger forderte weitere Gesprächsrunden für diese Region und eine Präzisierung des vom Grieskirchener Krankenhausträger vorgelegten Umstrukturierungskonzepts.

Empört ist Stöger darüber, dass beim KH Grieskirchen teilweise sogar Maßnahmen der schlimmsten Kategorie "Szenario 3", wie etwa die Schließung der Chirurgieabteilung, zur Debatte gebracht wurden. "Das geht sogar über die von mir bekämpften Zusperrpläne des Szenarios 2 hinaus."

Die Pühringer-Kommission hat bekanntlich als sogenanntes Szenario 2 vorgeschlagen:

beim Krankenhaus Grieskirchen - 59 Betten weniger - Schließung der Abteilung für Kinderheilkunde - Schließung der Abteilung Gynäkologie/Geburtshilfe - Schließung der Abteilung Unfallchirurgie - Einrichtung der Akutgeriatrie/Remobilisation

beim Klinikum Wels und der Psychiatrischen Klinik Wels
- 90 Betten weniger

  • Schließung einer Internen-Abteilung
  • Integration der Psychiatrischen Klinik Wels in das Klinikum Wels

Der Stöger-Gesundheitsplan sieht hingegen vor:

beim Krankenhaus Grieskirchen: - kein Bettenabbau - Erhaltung der Kinderversorgung - Erhaltung der Abteilung Gynäkologie/Geburtshilfe - Erhaltung der Abteilung Unfallchirurgie - Ausbau der Abteilung Akutgeriatrie/Remobilisation von derzeit 24 auf 45 Betten - Einrichtung einer geronto-psychiatrischen Organisationseinheit

beim Klinikum Wels
bei der Psychiatrischen Klinik Wels

  • Zusammenlegung der beiden Krankenhäuser
  • keine Bettenreduktion bei Psychiatrie
  • Einrichtung einer Abteilung für Nachsorge (Umwandlung von Akut-Betten der Internen)

Landesrätin Dr. Stöger kritisiert, dass der Grieskirchener Krankenhausträger "Orden der Franziskanerinnen von Vöcklabruck" bei der Regionalkonferenz ein Umstrukturierungskonzept vorgelegt hat, dass viel zu unkonkret ausformuliert und zudem nicht einmal mit der kollegialen Führung und der Belegschaftsvertretung des Spitals akkordiert ist. "Dieses Konzept muss nun mit genauen Zahlen und Fakten präzisiert werden. Die vagen Andeutungen zur Erhaltung der Kinderversorgung und der Gynäkologie/Geburtshilfe müssen zu klaren Zusagen werden. Und ohne Erhaltung der Abteilungen Chirurgie und Unfallchirurgie gibt es von mir keine Zustimmung", so Stöger.

Einigung gab es bei dieser Regionalkonferenz nur über die Zusammenlegung der Psychiatrischen Klinik Wels mit dem Klinikum Wels sowie dem Ausbau der Akutgeriatrie/Remobilisation im KH Grieskirchen.

Die nächste Gesprächsrunde ist für März vorgesehen.

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