Behinderte: Lapp gegen Einschränkung beim Kündigungsschutz

Wien (SK) SPÖ-Behindertensprecherin Christine Lapp wendet
sich entschieden gegen die Forderung von Wirtschaftskammer-Präsident Leitl, der den Kündigungsschutz behinderter Arbeitnehmer abschaffen will. Laut Lapp wirkt der Kündigungsschutz bei weitem nicht so "prohibitiv", wie von Leitl behauptet. "Behinderte Menschen können sehr wohl gekündigt werden, sie sind nicht sakrosankt in einem Betrieb. Nahezu 80 Prozent der Kündigungs-Fälle werden einvernehmlich gelöst, entweder durch Weiterbeschäftigung unter Gewährung von Lohnkostenzuschüssen oder technische Arbeitsplatzadaptierungen", so Lapp. ****

Meistens bemühen sich beide Seiten um akzeptable Lösungen und diese werden auch sehr oft erreicht, erläuterte Lapp am Dienstag Abend gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Dennoch hält auch sie Verbesserungen für notwendig, da die Verfahren mit durchschnittlich sechs Monaten sehr lange dauern. Sie will deshalb die Verfahren beschleunigen, dazu seien mehr Gutachter vonnöten; und eine vorgeschaltete Mediationsstelle könnte bereits im Vorfeld eine Einigung herbeiführen.

In dem Zusammenhang machte Lapp darauf aufmerksam, dass das von Leitl vorgeschlagene Mediationsverfahren von der Wiener Wirtschaftskammer abgelehnt werde. Außerdem richtet sie an die Wirtschaftskammer die Aufforderung, ihrer eigenen Einstellungspflicht, die die Wirtschaftskammer derzeit nicht erfüllt, nachzukommen. (Schluss) wf

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