Vorarlberger Weg in der Bioabfallverwertung bestätigt

LH Sausgruber und LR Egger präsentierten

Bregenz (VLK) - Die Vorarlberger Landesregierung hat vergangenes Jahr eine Studie über die Verwertung biogener Abfälle erstellen lassen, um den bisher eingeschlagenen Weg sowie den Status quo anhand konkreter Zahlen bewerten zu können. Die Ergebnisse der Studie dürfen insgesamt sehr positiv gesehen werden, betonten Landeshauptmann Sausgruber und Abfallwirtschaftsreferent Landesrat Egger heute, Dienstag, im Pressefoyer.
Sausgruber verwies auf die hohen Vorarlberger Standards in der Abfallwirtschaft. Die Pro-Kopf-Abfallmenge konnte gesenkt, die Verwertungsquote laufend gesteigert werden. Insgesamt und so auch im Bereich biogener Abfälle gelte es das hohe Niveau zu halten, so Sausgruber.

Im Rahmen der Studie wurden 272 Großbetriebe sowie 355 Klein- und Mittelbetriebe, sämtliche Gemeinden, Straßenmeistereien, Kraftwerke, Spitäler und Sanatorien, Altersheime, Schulinternate, Kasernen und Justizanstalten, Abwasserreinigungsanlagen, Biomasseverbrenner sowie Abfallsammler und -behandler mittels Fragebogen interviewt. Im Jahr 2003 sind in Vorarlberg insgesamt 165.430,2 Tonnen biogene Abfälle angefallen. Die größten Mengen entfallen dabei auf Nahrungs- und Genussmittelabfälle (50.572,9 Tonnen), Holzabfälle (67.789,3 Tonnen) und Garten- und Parkabfälle (16.835,6 Tonnen). Lediglich 0,7 Prozent dieser Abfälle wanderten auf die Deponien.

Eggers Resümee: "Verwertung und Entsorgung der biogenen Abfälle verlaufen gesetzeskonform und entsprechen auch in abfallwirtschaftlicher Hinsicht einer zweckmäßigen Kreislaufwirtschaft."

Auch Optimierungspotenziale werden aufgezeigt: Ab 2009 ist die Deponierung biogener Abfälle nicht mehr zulässig. Sautrank und andere Abfälle mit tierischen Nebenprodukten dürfen ab November 2006 nicht mehr verfüttert werden. Bis dahin ist die Umstellung auf Verwertung über Biogasanlagen gewährleistet. Das Potenzial an weiteren Abfällen zur Vergärung ist da, sodass zusätzliche Anlagen gebraucht werden. 2004 sind drei große landwirtschaftliche Anlagen in Rankweil, Nüziders und Dornbirn in Betrieb gegangen.
(gw/tm)

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