Haidlmayr: Wehrdienst-Verkürzung steht in Frage

Grüne kritisieren Mayers Zivildienstbericht als mangelhaft

OTS (Wien) "Die Ignoranz gegenüber der Minderheitenposition wirft auch zum Abschluss ein schlechtes Licht auf die Arbeit des Vorsitzenden der Zivildienstreformkommission", kritisiert die Zivildienstsprecherin der Grünen, Theresia Haidlmayr, anlässlich der heutigen Übergabe des Berichtes durch Rot Kreuz-Präsident Fredy Mayer.

"Die Handlungsunfähigkeit der Regierungsfraktionen in den zentralen Fragen von Länge und Entgelt, wie auch die geringe Bereitschaft in anderen Bereichen den Zivildienern etwas anzubieten, führte dazu, dass es keine akkordierte Position der Zivildienstkommission gebe. Jetzt von einem großartigen Ergebnis zu sprechen ist befremdlich", wundert sich Haidlmayr. "Wir legten gemeinsam mit ASBÖ, Gedenkdienst, Katholische Jugend, ÖH, Schülervertretern, SPÖ, Städtebund, Volkshilfe und Zivi-Plattform einen eigenen Bericht vor. Dieser sieht ein zweistufiges Verfahren vor, eine Verkürzung des Zivildienstes auf neun plus drei Monate im Jahr 2006 und einen weiteren Verkürzungsschritt 2008/09 auf sechs plus drei. Im Bereich des Entgeltes soll Zivildienern einheitlich 658,- Euro ausbezahlt werden (256,- Euro Monatsentgelt und 13,60 Euro pro Tag). Überdies beinhaltet dieser Bericht eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen, die aus der Arbeit der Kommission hervorgegangen sind. All das fehlt in Mayers Papier", erläutert Haidlmayr ihre Kritik.

"Die ÖVP versucht jetzt mit der Wehrdienstverkürzung vollendete Tatsachen zu schaffen und SPÖ und FPÖ unter Druck zu setzen. Die Ablehnung durch die FPÖ könnte jedoch die gesamte Verkürzung von Wehr- und Zivildienst noch zum Platzen bringen", schließt Haidlmayr.

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