SJÖ fordert Gesamt- und Ganztagsschule

Fortschrittliche Bildungspolitik erfordert finanzielle Mittel statt frommer Sprüche

Wien (SK) Im Rahmen der aktuellen Bildungsdebatte fordert Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ) die Einführung der Gesamt- wie auch der Ganztagsschule. Dvorak findet den gestrigen Vorschlag von Andreas Khol, den Fall der Zwei-Drittel-Mehrheit in schulpolitischen Fragen nicht auf den Religionsunterricht oder die Schulorganisation anzuwenden, höchst kurios. "Das heißt ja im Klartext: Alles, was der ÖVP wichtig ist, soll weiter mit Zwei-Drittel-Mehrheit abgesichert bleiben, den Rest macht sich Schwarz-Blau aus. Die Trennung von öffentlicher Bildung und Religion als Privatsache ist durchaus ein Thema, dass genauso wie die Gesamtschule ebenfalls zur Diskussion stehen sollte", so Dvorak am Dienstag gegenüber dem Pressdienst der SPÖ. ****

Dvorak führt aus, dass es in der Bildungsdebatte darum gehen muss, Bildung, auch höhere Bildung für alle zugänglich zu machen: "Eine fortschrittliche Bildungspolitik muss soziale Hürden überwinden. Letztendlich bedeutet das auch die Aufhebung der Trennung von Schule, Uni und Lehrausbildung. Die Ganztagsschule ist so auch nicht als Zusatzbelastung für SchülerInnen zu sehen, sondern als emanzipatorischer Ansatz, Schule als sozialen Raum neu zu definieren."

"Zusätzlich geht es natürlich auch darum, der gesellschaftlichen Realität ins Auge zu sehen. Das bedeutet, dass gerade Kindern und Jugendlichen von NiedriglohnbezieherInnen bzw. AlleinverdienerInnen dieses Konzept der ganztägigen schulischen Betreuung in Form einer fächerübergreifenden, projekt- und handlungsorientierten Lernunterstützung und Freizeitgestaltung besonders zu Gute kommt", so Dvorak weiter.

Dvorak ist allerdings klar, warum diese Konzepte den VertreterInnen von ÖVP und FPÖ keine Freude bereiten, da diese einen wesentlichen Schritt zum Abbau des Zwei-Klassen-Bildungssystems darstellen:
"Jegliche Maßnahme der Regierungsparteien war bis jetzt darauf ausgerichtet, soziale Unterschiede zu verschärfen. Gerade der Bildungsbereich wird seit fünf Jahren konsequent ausgehungert, während gleichzeitig munter über Zugangsbeschränkungen im Bildungsbereich geplaudert wird. Fortschrittliche Bildungspolitik erfordert allerdings ausreichende finanzielle Mittel statt frommer Sprüche der AlpeninqisitorInnen Gehrer und Khol." (Schluss) up/mp

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