Matznetter zu Trinkgeldbesteuerung: Grasser ist Meister des Zick-Zack

Wien (SK) "Die Trinkgeldbesteuerung war sowieso ein
Blödsinn", so kommentierte SPÖ-Budgetsprecher Christoph Matznetter die Pläne des Finanzministeriums, Trinkgeld pauschal zu besteuern und den heute erfolgten Rückzug durch Finanzminister Grasser. "In Summe handelt es sich um eine Bagatelle, denn über den Freibetrag von 730 Euro pro Jahr kommt ein Kellner eines kleinen Gasthauses ohnedies nie", so Matznetter Dienstag in einer Pressekonferenz. ****

Finanzminister Grasser bezeichnete Matznetter als den "Meister des Zick-Zack", da er umfalle, kaum rege sich irgendwo ein Widerstand. Möglicherweise habe ihn ein Taxifahrer diesbezüglich kritisiert, darum habe Grasser innerhalb weniger Tage seine Meinung geändert, da ihm die Imagewerte am wichtigsten seien, äußerte sich der SPÖ-Budgetsprecher. Es sei nicht nachvollziehbar, dass jemand der gerade ein Upgrading konsumiert habe, "die paar Euro Trinkgeld" eines Kellners, einer Friseurin oder eines Taxifahrers ins Auge fasst, so Matznetter.

Bedenke man die Hunderttausenden Betroffenen, und bringe das in Rechnung mit dem von Staatssekretär Finz angekündigten niedrigen zweistelligen Millionenbetrag, den die Trinkgeldbesteuerung hereinbringen würde, dann würde jeder einzelne Betroffene nur wenige Euro zu bezahlen haben. "Die Verwaltung dieser Einnahme würde dann mehr kosten, als sie bringt. Im Sinne eines schlanken Staates ist der Rückzieher Grassers, das einzig Richtige", unterstrich Matznetter. Außerdem sei er der Ansicht, dass ein Trinkgeld eine freiwillige Zuwendung sei, und da gelte ein Steuerfreibetrag von 110 Euro. Dieser Betrag werde in keinem Fall erreicht, schloss der SPÖ-Budgetsprecher. (Schluss) ns

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