AK begrüßt Aus für Trinkgeldsteuer: "Mehr Steuergerechtigkeit!"

Klagenfurt (OTS) - Als Erfolg für die Arbeitnehmer und einen Schritt zu mehr Steuergerechtigkeit bezeichnet AK-Präsident Günther Goach die heute vom Finanzminister auf seinem Rückzugsgefecht angekündigte Abschaffung der Trinkgeldsteuer. "Damit wird die Forderung der AK erfüllt, die lautet, dass Trinkgelder zu 100 Prozent steuerfrei sein müssen", sagt Goach.

Die Arbeiterkammer hatte gestern nicht nur massiven Widerstand gegen die von Finanzminister Grasser und Staatssekretär Finz bereits ausgehandelte Pauschalbesteuerung der Trinkgelder angekündigt. Die AK verlangte in diesem Zusammenhang auch das Aus für das aus dem Jahr 1951 stammende Gesetz, welches eine Deklarierung von Trinkgeldern bei der Arbeitnehmerverlangung festlegt.

"Dass der Finanzminister jetzt nach einem Proteststurm mit seinem Plan gescheitert ist, Trinkgeldbezieher pauschal zu besteuern, ist eine Genugtuung für Arbeitnehmer, die von der Steuerreform der Bundesregierung ohnehin kaum profitieren", betont Goach.

Mit der angekündigten Abschaffung der bestehenden Steuerpflicht für Trinkgelder werde außerdem ein Schritt zu mehr Steuergerechtigkeit gesetzt. "Es ist nicht fair, wenn die Steuerpflicht nur bei einem Teil der Betroffenen zur Anwendung kommt und bei einem Teil nicht, weil das Gesetz in der Praxis kaum administrierbar ist", sagt Goach. Für rund 30.000 Kärntner Beschäftigte im Dienstleistungsbereich bedeutet das Aus für die Trinkgeldsteuer auch, dass sie sich nicht mehr länger in einer steuerrechtlichen Grauzone bewegen.

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