Brandsteidl: FPÖ hat keine Ahnung von Schule

Wien (OTS) - "Mit ihren jüngsten Aussagen zur aktuellen Schuldebatte beweist die FPÖ einmal mehr, dass sie einfach nichts verstanden hat. Wo sie sich möglicherweise originell mit ihren Vorschlägen wähnt, steht sie in Wahrheit nur ziemlich allein da. Anstatt einen konstruktiven Beitrag zur Frage der Ganztagsschule zu leisten, verliert sie sich in der pseudo-populistischen Forderung, dass Lehrer die Unterrichtsvorbereitung en passant im Rahmen der Nachmittagsbetreuung machen sollen. Für jeden, der in den letzten Jahrzehnten eine Schule auch von innen gesehen hat, ist diese Idee völlig unrealistisch, suggeriert sie doch im Umkehrschluss, dass die Nachmittagsbetreuung unserer Kinder 'nebenbei leistbar ist‘", stellte Wiens Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl am Dienstag fest.

Brandsteidl weiter: "Bei der FPÖ sind wahrlich keine Pädagogen am Werk - das Konzept der ganztägigen Betreuung unserer Kinder verlangt Lehrer, die tatsächlich Zeit finden, sich mit den SchülerInnen auseinander zu setzen. Zumal in der so dringend benötigten flächendeckenden Ganztagsschule: Hier geht es um eine über den ganzen Tag hindurch verschränkte Einheit von Unterricht- und Freizeitstunden. Wer glaubt, dass dies so wenig arbeitsintensiv ist, dass man Lehrer überdies noch verpflichten muss, den kommenden Unterricht gleichzeitig vorzubereiten, unterliegt einem massiven Irrtum. Der Unterschied zwischen jener von uns geforderten ganztägigen schulischen Betreuung unserer Kinder und dem, was die FPÖ fordert, entspricht dem Unterschied zwischen einer kindgerechten Schule und den Aufgaben einer Wach- und Schließgesellschaft". (Schluss) ssr

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