Greenpeace: Kein Atommüll vom AKW Paks nach Russland

Vorvertrag mit russischer Atombehörde bereits abgeschlossen

Budapest/Wien (OTS) - Greenpeace startet in Ungarn eine umfassende Aufklärungskampagne über geplante Atommüll-Exporte vom AKW Paks nach Majak in Russland.

Hintergrund dieser Kampagne ist die auch für Österreich bedrohliche Laufzeitverlängerung des AKW Paks, in dem vor rund zwei Jahren der größte Störfall in der Region seit Tschernobyl passierte:
Beim Austausch von Brennstäben zerbrachen diese und blieben seither im AKW liegen.

Dennoch will die ungarische Regierung das geplante Ende der vier Reaktoren um zwanzig Jahre verlängern. All diese VVER 440-Reaktoren haben keine Sicherheitshülle und gelten somit als überaus "attraktive" Ziele für Terroristen.

Da die Zwischenlager beim Kraftwerk bereits annähernd voll sind, sucht die ungarische Regierung aufgrund der geplanten AKW-Laufzeitverlängerung in Ungarn, aber auch in Russland, nach Standorten für ein Atommüll-Endlager.

"Greenpeace fordert den Ausstieg aus der Atomenergie in Ungarn und wird weiterhin auf die Gefahren von Atommüll-Transporten und unsicheren Endlagern hinweisen", kündigt Erwin Mayer, Sprecher der Umweltorganisation, an. Die geplanten Transporte quer durch Ungarn bis nach Majak in Nordrussland wären der erste Export von hochradioaktivem Atommüll über die EU-Grenzen hinaus. "Ein klarer Beweis dafür, dass die europäische Atomindustrie ihr radioaktives Müllproblem nicht mehr innerhalb der EU lösen kann und will", betont Mayer die Tragweite des ungarischen Vorhabens.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Erwin Mayer, Greenpeace CEE
Tel.: 0664 - 270 04 41

Attila Cerman, Greenpeace CEE
Tel.: 0664 - 343 53 54

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP0001