Zivildienst: Mehr Ausbildungsbedarf belastet Kommunen

Empfehlung zur Beseitigung der monetären Ungleichbehandlung der Träger positiv

Wien (OTS) - "Für den Städtebund ist das Ergebnis der Zivildienstreformkommission kein Grund zum Jubeln. Der Endbericht ist eher ein 'Wischi-Waschi'-Papier mit sehr elastischen Aussagen", so Städtebund-Generalsekretär Erich Pramböck am Dienstag.

"Bei der Schlussabstimmung am Donnerstag blieb ein Antrag, der die Kostenpflichtigkeit des Bundes für Attraktivierungsmaßnahmen beim Zivildienst festgeschrieben hätte, leider in der Minderheit. Städten und Gemeinden droht daher - ebenso wie den Blaulichtorganisationen -die Übernahme des finanziellen Mehraufwandes. Denn ein kürzerer Zivildienst erfordert eo ipso mehr Zivildiener, also mehr Ausbildung", stellte Pramböck fest.

Einziger Lichtblick sei die Empfehlung zur Beseitigung der bislang praktizierten finanziellen Ungleichbehandlung der verschiedenen Träger, die Zivildienstplätze bereitstellen. Derzeit müssen die Gemeinden pro Zivildiener 218 Euro zahlen, während Blaulichtorganisationen jeweils 436 Euro und karitative Organisationen 218 Euro vom Bund ersetzt bekommen.

"Es ist schade um die hervorragende Grundlagenarbeit der Kommission. Vielleicht wird aus der Verkürzung ein Wahlkampfschlager. Eine sachliche Lösung der Probleme für den kommunalen Bereich ist damit jedoch nicht verbunden", so Pramböck abschließend.

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