Nach UNO-Bericht: Kinderfreunde fordern Maßnahmen im Bereich der Kinder- und Jugendrechte

Wien (SK) Die vergangenen Freitag von den Vereinten Nationen an Österreich übermittelten "Concluding Observations" - eine 12 Seiten lange Mängelliste im Bereiche der Kinderrechte in Österreich - zeigen den akuten Handlungsbedarf drastisch auf. "Es wird höchste Zeit, dass endlich konkrete Maßnahmen ergriffen werden", kommentierte Josef Ackerl, Vorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde, am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst das vorliegende Papier der UNO. ****

"Bei dem Tempo mit dem in Österreich an der Verbesserung der Kinder-und Jugendrechte gearbeitet wird, schaffen wir es niemals, 2010 wie angekündigt das kinderfreundlichste Land der Welt zu sein" zeigt sich Ackerl skeptisch in Bezug auf die von Kanzler Schüssel geäußerte Ankündigung.

Die Kinderfreunde waren maßgeblich am Berichtsverfahren an den UN-Kinderrechtsausschuss, der dem vorliegenden Papier vorausgegangen ist, beteiligt und sehen sich in ihren langjährigen Forderungen im Bereich der Kinderrechte bestätigt. "Alle unsere Forderungen wurden auch von Seiten der UNO aufgegriffen", so Ackerl.

Der vorliegende Bericht bemängelt beispielsweise den Umgang Österreichs mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die Diskriminierung österreichischer Kinder aufgrund unterschiedlicher Ländergesetzgebungen, die tagtäglich ausgeübte Gewalt gegen Kinder, etc. und fordert unter anderem eine bundesweite Koordinierungsstelle für Kinder- und Jugendrechte, demokratische Strukturen für die Bundesjugendvertretung und vieles mehr.

"Besonders wichtig ist uns insbesondere die Verankerung der UN-Konvention über die Rechte des Kindes in der neuen Bundesverfassung. Hier erwarten wir Bewegung auf Seiten der ÖVP, die eine Verankerung bis dato erfolgreich blockiert", schloss Josef Ackerl. (Schluss) up/mp

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