Neue Biographie zu Erzherzog Leopold Wilhelm, Begründer der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums, erschienen

Wien (OTS) - Neue Biographie zu Erzherzog Leopold Wilhelm, Begründer der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums, erschienen

Renate Schreiber: "ein galeria nach meinem humor" Erzherzog Leopold Wilhelm Schriften des Kunsthistorischen Museums Band 8, Herausgegeben von Wilfried Seipel (C) Skira, Milano, 2004

Die neue biographische Studie versucht, eine umfassende Würdigung von Erzherzog Leopold Wilhelm (1614-1662) vorzulegen. Sie stützt sich in aktualisierter Form auf zusätzliche Recherchen sowie die Dissertation (2001) bzw. Diplomarbeit (1998) von Renate Schreiber.

Erzherzog Leopold Wilhelm war der jüngste Sohn von Kaiser Ferdinand II. und wurde von seinem Vater für die geistliche Laufbahn bestimmt. Zahlreiche Bistümer (Straßburg, Passau, Olmütz, Breslau u.a.) wurden ihm übertragen. Zusätzlich bekleidete er im Deutschen Orden das Amt des Hochmeisters.Zweimal befehligter er im Auftrag seines Bruders Kaiser Ferdinand III. als Generalissimus die kaiserliche Armee im Dreißigjährigen Krieg.

Neun Jahre (1647-1656) verwaltete er in Brüssel als Gouverneur des spanischen Königs Philipp IV. die Spanischen Niederlande. Nicht nur der berühmte Kunstmarkt von Antwerpen lockte den Kunstfreund zum Kauf. Auf Grund der politischen Wirren in England gelangten in der Zeit seiner Statthalterschaft zusätzlich einige bemerkenswerte Sammlungen zum Verkauf. Zur richtigen Zeit am richtigen Platz trug er eine beispiellose Sammlung an Gemälden und Kunstobjekten zusammen, die bis heute den Grundstock des Kunsthistorischen Museums bilden. Dazu zählen unter anderem italienische Meister (wie Tizian, Michelangelo, Veronese, Giorgione) und auch flämische Kunst (wie Rubens, Breughel, Teniers d.J.) In dem neuen Buch wird auch die private Person Leopold Wilhelms und das Leben am Kaiserhof beleuchtet. Der Erzherzog verfasste mit Leidenschaft italienische Poesie, liebte und förderte die Musik, interessierte sich für Alchemie. In Brüssel galt seine besondere Aufmerksamkeit den Tulpen, immer wieder berichtet er seinem Bruder über ausgefallene Exemplare. Die einzige bisher erschienene (lateinische bzw. französische) Biographie stammt von dem Jesuiten Nicolo Avancini aus dem Jahr 1665.

Das Buch ist um Euro 49,90 im Museumsshop erhältlich.

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